Eifelklinik Simmerath als gutes Beispiel für NRW und Deutschland

Fernsehbeitrag bei „frau TV“ : Vorbildliche Rettung der Eifelklinik-Geburtshilfe

Die Sendung „frau TV“ im WDR-Fernsehen hat in ihrer jüngsten Ausgabe die Rettung der Geburtshilfe an der Eifelklinik Simmerath als Vorbild für NRW und sogar bundesweit dargestellt.

„Wenn sich alle an einen Tisch setzen... kann ein Krankenhaus seinen Kreißsaal behalten“ ist der Beitrag von Kathrin Schamoni überschrieben, der am vergangenen Donnerstag ausgestrahlt wurde, in der WDR-Mediathek verfügbar ist und mittlerweile auch über Soziale Netzwerke verbreitet wurde.

Geburtshilfe schließt – diese Meldung habe man in den vergangenen Jahren und Monaten immer wieder gehört. „Seit Anfang der 1990er Jahre ist die Zahl der Geburtskliniken um 40 Prozent zurückgegangen, hier in NRW und bundesweit“, heißt es im Beitrag. Grund dafür sei vor allem der Mangel an Hebammen. „Maximum Verantwortung. Maximum Stress. Minimum Bezahlung“, zählt Moderatorin Lisa Ortgies die Gründe für die Schließung vieler Kreißsäle auf, und lobt dann „eine Klinikleitung hier im Westen“ als rühmliche Ausnahme, die sich gesagt habe: „Wir holen uns die Hebammen zurück!“

In dem knapp vierminütigen Beitrag unter der Rubrik "Gute Minute" wird dann aber auch deutlich, dass es dazu neben einer engagierten Klinikleitung auch großer Unterstützung aus der Bevölkerung und auch aus dem politischen Raum bedurfte.

In einem kurzen Rückblick geht der Fernsehbeitrag mittels zahlreicher Zeitungsausschnitte auf die Ereignisse im ersten Halbjahr 2018 ein, als drei der vier Beleghebammen gekündigt hatten und das Krankenhaus die Schließung der Geburtshilfe zum Sommer als unumgänglich bewertet hatte. Wie dieser Schritt schließlich doch noch abgewendet werden konnte, schildert Daniela Erdmann vom Hebammenverband NRW: „Wenn sich alle an einen Tisch setzen, kann ein Krankenhaus seinen Kreißsaal behalten“, stellt sie fest und nennt als Gründe für den Hebammen-Zulauf in Simmerath unter anderem eine übertarifliche Bezahlung und enorme Bemühungen von Politik und Bevölkerung.

Ein Jahr später, so endet der Beitrag, verfüge Sankt Brigida über zwölf Hebammen, weiter steigende Geburtenzahlen und einen inzwischen landesweiten Ruf als Vorzeigekrankenhaus mit einer kleinen Geburtshilfe in Zeiten riesiger Geburtskliniken.

Der gesamte Beitrag ist in der Mediathek zu finden unter: #frauTV

(hes)
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