Ausflug der St.-Johannes-Schützenbruderschaft nach Brüssel

Ausflug der St.-Johannes-Schützenbruderschaft : Nicht nur Atomium und Manneken Pis sind in Brüssel sehenswert

Auch in diesem Jahr startete die St.-Johannes-Schützenbruderschaft Lammersdorf auf Wunsch der Mitglieder wieder zum alljährlichen Schützenausflug.

Am frühen Samstagmorgen trafen sich zahlreiche aktive und nichtaktive Mitglieder, darunter die amtierende Schützenkönigin Anke Braun, Brudermeister Rolf Drescher und Ehrenbrudermeister Joseph Baumann zu einem sommerlichen Kulturausflug nach Brüssel.

Bequem ging es mit einem Kleinbus über die Autobahn zunächst nach Laeken zum Atomium. Errichtet 1958 auf der ersten Weltausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg, soll die imposante Konstruktion die 165 millionenfache Vergrößerung eines Eisenkristalls als Hommage an das Zeitalter der Schwerindustrie darstellen, passend zum damaligen Ausstellungsthema „Technik im Dienste des Menschen“.

Nach Vorbeifahrt an den königlichen Gewächshäusern und Blick auf das Königsschloss fand der nächste Stopp an der neugotischen Liebfrauenkirche statt – Grablege aller belgischen Königspaare. Im Zentrum angekommen ging es dann zu Fuß weiter. Zunächst gab Schützenschwester Diana Hofmann einen kurzen Abriss zur Stadtgeschichte, danach erfolgte die Besichtigung der gotischen Kathedrale St. Michael und St. Gudula mit ihren leuchtenden Fenstern, den riesigen Apostelfiguren und der Darstellung des Laternenwunders.

Weiter ging es durch den Zentralbahnhof, vorbei am von Victor Horta entworfenen Kultur- und Kunstzentrum Bozar in den Parc de Bruxelles, einem ehemaligen Jagdgehege der Brabanter Herzöge und seit Kaiserin Maria Theresia der Öffentlichkeit zugänglich – auch heute noch mit seinem altem Baumbestand und plätschernden Springbrunnen eine Oase der Ruhe in der quirligen Stadt. Wegen des beginnenden Regens wurde eine kleine Erfrischungspause an einem der historischen Kioske eingelegt. Das Palais de la Nation mit Sitz des belgischen Senats und der Abgeordnetenkammer auf der einen, der königliche Palast auf der anderen Seite, dahinter die königliche Hofkirche waren die Glanzlichter im Quartier Royale.

Danach ging es den „Kunstberg“ benannten Hügel abwärts, vorbei am Magritte-Museum und dem im überbordenden Jugendstil errichteten ehemaligen Kaufhaus Old England, das heute das Musikinstrumentenmuseum beherbergt. Von hier oben hat man einen fantastischen Blick auf die Innenstadt und den davor gelegenen Park im französischen Stil, daher auch die Bezeichnung „Balkon von Brüssel“. Es wurde das Glockenspiel mit seinen Figuren am Maison de la Dynastie bewundert, bevor es an der modernen Schlumpf-Passage vorbei und durch die prächtige Galerie St. Hubert in den „Bauch“ von Brüssel ging. Dieses Viertel ist bekannt für seine zahlreichen Gaststätten.

Nach der gemeinsamen Mittagspause ging es über das Weltkulturerbe Markt mit dem berühmten Rathaus zum Mannecken Pis, dessen (unbekannteres) weibliches Pendant Jeannecke-Pis schon zuvor entdeckt wurde. Um auch der seit 2016 zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit zählenden belgischen Bierkultur zu frönen, wurde auf der Heimfahrt noch ein Abstecher ins nahe gelegene Leuven auf den Oude Markt unternommen. Am späten Abend erreichte man dann wieder die Heimat.

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