Simmerath: Simmerath spielt Szenario eines schweren Unwetters durch

Simmerath : Simmerath spielt Szenario eines schweren Unwetters durch

Etwa 20 Bedienstete der Gemeinde Simmerath probten in Zusammenarbeit mit dem Amt für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz der Städteregion Aachen kürzlich im Rathaus für den Ernstfall.

Dafür wurde eigens ein Übungsszenario entworfen, das von einer schweren Unwetterlage während des Rurseefestes mit überfluteten Kellern und umgestürzten Bäumen in mehreren Ortschaften bis hin zu einem Ammoniakaustritt und Prügeleien am See ordentlich Katastrophenpotenzial zu bieten hatte. Bei der Übung ging es vor allem darum, die verschiedenen Situationen, die die zahlreichen Anrufer vom fiktiven Zustand vor Ort schilderten, richtig einzuschätzen, zu priorisieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Auch wurde trainiert, wie mit besorgten Bürgern umzugehen ist und wie die Öffentlichkeit zeitnah informiert werden kann.

Da es für die Bediensteten der Gemeinde Simmerath die erste Übung in dieser Form war, dauerte es zunächst eine Zeit, bis sich jeder an seine Aufgaben gewöhnt hatte und die Abläufe flüssiger wurden. Zum Schluss der Übung zeigten sich die Mitarbeiter aber sehr zufrieden, die schwierige Lage vor Ort unter Kontrolle gebracht zu haben. Auch Dieter Nellessen vom Amt für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz der Städteregion und Kreisbrandmeister Bernd Hollands freuten sich über den erfolgreichen Verlauf.

„Ich danke allen Teilnehmern sehr, dass sie für die Bürger an ihrem sonst dienstfreien Samstag den Ernstfall geprobt haben. Das ist nicht selbstverständlich“, bedankte sich Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bei seinen Mitarbeitern und hob die Bedeutung dieser Übung hervor. Es sei wichtig, zu wissen, wie man sich im Katastrophenfall verhalten muss, damit Hilfsmaßnahmen koordiniert werden können und vor Ort ankommen. Darum sprach er sich für eine Wiederholung der Übung mit einem anderen Szenario in der zweiten Jahreshälfte aus. Auch Marlis Cremer, Leiterin des Amtes für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz, schloss sich dem Dank des Bürgermeisters an und zeigte sich offen für die Anregung. Die Übung wurde bereits mit unterschiedlichen Szenarien in einigen anderen interessierten Kommunen der Städteregion durchgeführt.