Eicherscheid: Simmerath setzt Abrechnung mit Monschau fort

Eicherscheid: Simmerath setzt Abrechnung mit Monschau fort

Auch die schulfreie Zeit der Osterferien hat nichts daran geändert, dass die Auseinandersetzung zwischen Monschau und Simmerath um die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule Nordeifel wie ein Vennbrand weiter schwelt.

Bei der Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbandes Simmerath in Eicherscheid setzte CDU-Fraktionsvorsitzender Bruno Löhrer zu einer erneut scharfen Abrechnung an.

Wie mehrfach berichtet, drehte sich der Streit der Nachbarkommunen im Kern um die Standortfrage. Eine Elternbefragung hat mehrheitlich den Ausschlag für den Standort Monschau gegeben. Für Bruno Löhrer bedeutet dies im Ergebnis, „dass der bestmögliche Standort für eine Gemeinschaftsschule, nämlich im energetisch sanierten Hauptschulgebäude in Simmerath, am Einspruch Monschaus gescheitert ist”. Löhrer sprach rückblickend von „sehr schwierigen Wochen” und hielt fest, „dass die schlechteste Lösung den Zuschlag der Eltern erhielt”. Die Realschule Monschau verfüge über nicht ausreichende Klassenräume und es müsse überdies eine Mensa angebaut werden.

Das Ergebnis der Elternbefragung sei so zu erwarten gewesen, da es wohl für Monschauer Eltern „unvorstellbar sei, ihre Kinder nach Simmerath zu schicken”. So sei das Ziel nicht erreicht worden, in Simmerath weiterhin eine Sekundarstufe I anzubieten. Die Anfrage der Monschauer Bürgermeisterin an die Bezirksregierung, ob eine Umwidmung von Fördermitteln für die Hauptschule Simmerath nach Monschau möglich sei, bezeichnete Löhrer als „Affront”. Bruno Löhrer ist derzeit „nicht klar, wie die Zusammenarbeit mit Monschau weitergehen soll”. In Simmerath werde man sich jedenfalls „nicht überfahren lassen”.

Zielschreibe der Kritik Löhrers war auch der Monschauer CDU-Fraktionskollege Micha Kreitz. Dieser hatte vom Simmerather Rat beschlossene Steuerhöhungen als „vorauseilenden Gehorsam” bezeichnet. „Woher nimmt Micha Kreitz die Sachkenntnis, Beschlüsse der Nachbarkommune zu kommentieren?”, sprach Löhrer dem Parteifreund das Recht zu solchen Äußerungen ab.