Monschau: Siegerinnen des Kunstwettbewerbs an der Mädchenrealschule ausgezeichnet

Monschau : Siegerinnen des Kunstwettbewerbs an der Mädchenrealschule ausgezeichnet

Der Rahmen hätte stimmungsvoller nicht sein können: Nur das Licht der vier großen Weihnachtsbäume, der Kerzen auf dem Altar und der bunten Wandbeleuchtung erhellte das große Kirchenrund, in dem über 500 Schülerinnen und ihre Lehrerinnen und Lehrer jeden Platz besetzten. Dem feierlichen Gottesdienst der Bischöflichen Mädchenrealschule Sankt Ursula am letzten Schultag des Jahres folgte in diesem festlichen Rahmen eine besondere Ehrung.

Zur Prämierung der Siegerinnen des Kunstwettbewerbs der Abteilung Erziehung und Schulen im Bischöflichen Generalvikariat Aachen waren sogar eigens zwei Vertreter des Bistums nach Monschau gekommen: Olaf Windeln und Manuel Verhufen, Referenten für Schulentwicklung und Schulplanung im Generalvikariat waren vor Ort.

„Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht.“ Diese Weissagung des Propheten Jesaja bildete das Thema für die Arbeiten der Schülerinnen. „Schnell war die Jury sich einig, dass die ausgewählten Bilder unter der Fülle von eingereichten Bildern in ganz unterschiedlichen Techniken besonders hervorstachen. Aber leider konnten nur drei Bilder prämiert werden“, sagte Olaf Windeln und dankte allen Schülerinnen, die sich beteiligt hatten. „Drei Bilder in drei verschiedenen Techniken, aus drei verschiedenen Stufen und unter Anleitung von drei verschiedenen Kunstlehrerinnen — so wollte es der Zufall — bestachen durch ihre klare Aussage, die gekonnte Umsetzung in einer Technik und die brillante Bildkomposition“, so der Vertreter des Bistums.

Tupftechnik und Buntstifte

Den dritten Preis (50 Euro) überreichte er dann an Ronja Köhler (Klasse 6c), die in Tupftechnik (Kunstform: Pointilismus) einen farbenfrohen Stern auf ihr Blatt gezaubert hatte, der den weihnachtlichen Himmel erhellt. „Dieses Bild zeigt uns, dass auch mit ganz einfachen Mitteln die Umsetzung der Wettbewerbs-Aufgabe gelingt“, sagte Windeln. Den zweiten Preis (100 Euro) bekam Jasmin Schröder (9b), die die Vorgabe überzeugend in Bleistift- und Buntstiftzeichnung umgesetzt und die Aussage der Bibelstelle nachvollziehbar interpretiert hatte.

Und dann wurde es spannend: „Sogar in der Kunst gibt es Gemeinschaftsproduktionen, die wie aus einer Hand, aus einem Guss erscheinen“, leitete Olaf Windeln ein und rief Alice Gebel und Kira Genter aus der Klasse 8b auf. Ihre eingereichte Arbeit im Stil einer Grafik mit Finelinern beeindruckte die Jury mit ihrer Leuchtkraft und der Fülle an präzisen kleinen Mustern, die erst bei näherem Hinsehen dem Betrachter ins Auge fallen. „Das Bild lebt vom Kontrast schwarz-weiß und kaleidoskopischer Farbenpracht. Ein verdienter erster Platz und 150 Euro Preisgeld für die beiden Schülerinnen!“, sagte der Bistumssprecher unter tosendem Beifall in der Aukirche.

Das Preisgeld wurde auch in diesem Jahr von der Bischof-Johannes-Pohlschneider-Stiftung gestiftet. Die Gewinnerinnen erhalten jeweils eine Urkunde und das Preisgeld ausgehändigt. Das Bild des ersten Preises wird auch auf der Weihnachtskarte der Abteilung Erziehung und Schule an Partner, Behörden und Schulen in ganz Deutschland versandt.

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