Nordeifel: SG Vossenack/Hürtgen sorgte für Furore

Nordeifel : SG Vossenack/Hürtgen sorgte für Furore

Nur noch drei Mannschaften aus der Region spielen in der Kreisliga A. In der Aachener A-Liga ist der TV Konzen der einzige Nordeifelclub. In der Kreisliga A des Fußballkreises Düren spielen der TuS Schmidt und die SG Vossenack/Hürtgen, die in der Hinrunde für genügend Furore in der Liga sorgte und zum Hinrundenabschluss einen hervorragenden vierten Tabellenplatz belegt.

„Ich glaube wir können mit der Hinrunde sehr zufrieden sein“, blickt Trainer Tim Krumpen, der seit dieser Saison am Regiepult der Rureifeler steht, auf einen erfolgreichen ersten Saisonabschnitt zurück. Dabei starteten die Rureifeler mit drei Niederlagen in Serie ziemlich holprig in die Saison. Am vierten Spieltag feierte die Spielgemeinschaft mit dem 3:1-Erfolg gegen den Hambacher SV ihr erstes Erfolgserlebnis, aber nur eine Woche später kassierte sie bei Alemannia Lendersdorf eine 0:6-Panne.

Alemannia Aachens Exprofi Tim Krumpen startete nach holprigem Start mit seinem Heimatverein SG Vossenack/Hürtgen eine Erfolgsserie. Foto: Kurt Kaiser

Im weiteren Saisonverlauf zeigte sich aber, dass gerade diese Packung heilende Wirkung hatte. „Wir sind mit einer zu offensiven Ausrichtung in die Spiele gegangen, das nehme ich auf meine Kappe“, gab der Coach selbstkritisch zu. Er schaltete aber umgehend auf eine defensivere Marschrichtung um und fand damit den Erfolgsweg. Vor heimischer Kulisse landeten die Rureifeler einen 4:1-Sieg gegen den FC Krauthausen und feierten danach bis zum Beginn der Winterpause noch sechs weitere Siege in Folge. „Die Mannschaft hat extrem diszipliniert verteidigt und richtig gute Spiele abgeliefert“, lobte der Coach.

Auch die Leser des Fußballportals Fupa honorierten die Leistung der SG, denn knapp 45 Prozent entschieden sich in einer Umfrage dafür, dass die Mannschaft der SG Vossenack/Hürtgen für die größte positive Überraschung in der Hinrunde sorgte.

„Wir werden auch in der Rückrunde weiter Gas geben und wollen so viele Spiele gewinnen wie möglich. Dann müssen wir abwarten was dabei raus kommt“, so Tim Krumpen, der mit einem unveränderten Kader in den zweiten Saisonabschnitt geht. Am 23. Januar startet die SG mit der Vorbereitung auf die Rückrunde, allerdings hat der Coach seiner Mannschaft zum Beginn der Winterpause einige Hausaufgaben mitgegeben. „Die Jungs müssen einige Laufeinheiten für sich absolvieren, damit wir uns in den Trainingseinheiten mehr um die taktischen Dinge kümmern können.“ In den Wochen bis zum Meisterschaftsbeginn sind Testspiele gegen die Zweitvertretung des SV Breinig, gegen den Bezirksligisten Germania Eicherscheid, den Aachener A-Ligisten TV Konzen und den B-Ligisten BC Oberzier geplant. Den letzten Test absolviert die SG eine Woche vor dem Rückrundenstart entweder gegen den Landesligisten Alemannia Straß oder gegen den Bezirksligisten Concordia Oidtweiler.

TuS Schmidt

Nicht ganz so zufrieden wie in Vossenack ist beim Ligarivalen TuS Schmidt dessen Trainer Georg Bauer. „Die spielerische Entwicklung ist zwar ganz gut, aber wir müssten vier bis fünf Punkte mehr haben“, blickt er mit nur 13 Punkten noch etwas verängstigt in den Tabellenkeller. Allerdings konnten die Schmidter witterungsbedingt nur zwölf Spiele bestreiten und haben in den drei Nachholspielen noch die Möglichkeit, einiges an Boden gut zu machen. „Wir versuchen so schnell wie möglich 33 Punkte zu holen, die zum Klassenerhalt reichen dürften. Wenn wir die Punkte zum Klassenerhalt frühzeitig holen, dann ist auch noch Platz sieben oder acht möglich“, sagt der Coach, für den das primäre Ziel der Klassenerhalt mit Blick ins Tabellenmittelfeld ist. Die personelle Situation hat sich in der Winterpause bei den Schwarz-Gelben schon erheblich verbessert. Offensivkraft Björn Salger spielte schon für den Landesligisten GFC Düren und möchte auch für den TuS Schmidt auf Torejagd gehen. Vom Landesligisten Schwarz-Weiß Nierfeld wechselt Mittelfeldspieler Armin Ramovic an die Schmidter Eichheckstraße. Nach einer berufsbedingten Pause steht auch Eigengewächs Pascal Küpper wieder zur Verfügung.

Am 19. Januar starten die Schmidter mit der Vorbereitung auf den zweiten Saisonabschnitt. Zwei Tage später geht es zum Hallenturnier nach Simmerath. Höhepunkt der Wintervorbereitung ist ein dreitägiges Trainingslager in der Sportschule Bitburg. Ehe es am ersten Rückrundenspieltag zum Derby nach Vossenack geht, sind Testspiele gegen den SV Nordeifel, die SG Höfen/Rohren und Grün Weiß Lichtenbusch geplant.

TV Konzen

In der Aachener A-Liga startete der TV Konzen zwar mit einem 7:3-Erfolg bei Armada Euchen-Würselen vielversprechend in die Saison, dann folgten aber elf sieglose Spieltage, an denen die Schwarz-Gelben nur vier Punkte holten und in den Keller der Liga abrutschten. Ende November trennte sich der Verein von Trainer Frank Thielen und beförderte Co-Trainer Stefan Carl zum Cheftrainer. Direkt im ersten Spiel unter neuer Regie feierten die Konzener bei Teutonia Weiden den zweiten Saisonerfolg, danach ging es mit nur zehn Punkten und ganz viel Sorgen in die Winterpause. „Wir waren in der Defensive nicht stabil genug und haben in der Offensive zahlreiche Möglichkeiten ausgelassen“, weiß Stefan Carl, dass es in den beiden entscheidenden Mannschaftsteilen einiges zu justieren gibt. Auch wenn durch den Zurückzug von Hertha Walheim II schon ein Absteiger feststeht, wartet auf den TV eine nervenaufreibende Rückrunde, denn je nach Abstiegssituation in der Bezirksliga könnten bei nur einem Aufsteiger aus der A-Liga bis zu vier Mannschaften aus der Kreisliga A absteigen.

Die ersten Spieltage in der Rückrunde werden für die Konzener richtungsweisend sein, denn neben den Spielen gegen die Aufstiegsaspiranten SV St. Jöris und FV Vaalserquartier warten die Kellerduelle gegen Armada Euchen-Würselen, SV Breinig II, SC Berger Preuß und Rhenania Richterich. „Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein, aber dafür müssen wir zum Beginn der Rückrunde topfit sein, rennen und kämpfen“, so der Coach. Am 11. Januar starten die Konzener in die Vorbereitung. Nach dem ersten Testspiel bei Blau-Weiß Aachen geht es am 21. Januar in die Simmerather Halle, dann warten Testspiele gegen die Dürener A-Ligisten Viktoria Birkesdorf und SG Vossenack/Hürtgen. Am 4. Februar geht es nach Rott zu einem Blitzturnier gegen Jugendsport Wenau und den Gastgeber. Am 18. Februar erwartet man vor heimischer Kulisse den FV Vaalserquartier zum Nachholspiel.

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