Seit 34 Jahren erfolgreiche Rotbuchen-Aktion in Rott

Die typischen Hecken der Eifel : Seit 34 Jahren erfolgreiche Rotbuchen-Aktion in Rott

Die Rotbuchenhecken (Fagus sylvatica) sind typische Landschaftselemente in der Eifel, sie prägen ganze Ortschaften. Dieses Gewächs bietet den dahinterliegenden Häusern Schutz vor Wind und Schlagregen.

Die Hecke besteht aus eigenständigen, ein- oder zweireihig gepflanzten Rotbuchen, und kann bei einer Tiefe von 70 bis 100 Zentimetern eine Höhe von vier bis zu sechs Metern erreichen.

Wenn es um Rotbuchen in der Eifel geht, kennt Rainer Hülsheger, Vorsitzender des Heimat- und Eifelvereins Rott, mit den Vor- und auch Nachteilen sich bestens aus. So weiß er, dass an heckengeschützten Häusern selten Sturmschäden zutage treten. Und: „Eine solche Haushecke verbessert zudem die Wärmebilanz eines Hauses, senkt die Heizkosten, dämpft außerdem den Straßenlärm und wirkt vorzüglich als Staubfilter“, so Hülsheger.Fakt ist, Rotbuchen verlieren erst im Frühjahr ihr Laub, Rotbuchenbäume hingegen bereits im Herbst. Eine Rotbuchenhecke sei für das raue Klima der Nordeifel wie geschaffen und genau richtig.

1985 hatte Rainer Hülsheger die Idee, mit seinem Rotter Verein eine „Rotbuchen-Aktion“ ins Leben zu rufen. Gesagt, getan: Jedes Jahr im Frühjahr steht diese beliebte Aktion nun schon seit 34 Jahren im Jahresprogramm des Heimat- und Eifelvereins. Ziel sei damals (und heute noch) die Förderung der Anpflanzung der heimischen, landschaftsbestimmenden Heckenart gewesen.

Warum ausgerechnet Rotbuchen? „Sie kommen mit dem hiesigen Boden und auch mit dem rauen Klima bestens zurecht“, weiß der Naturfreund. Pflegeleicht seien sie außerdem, denn sie lassen sich als Hecke in jeder beliebigen Größe und Form schneiden. Hülsheger preist den Schutz vor Wind und Wetter, und sie schaffe auch ein ausgeglichenes Kleinklima für Haus und Garten. Er spricht davon, dass die Rotbuchenhecke einen ästhetischen, reizvollen Anblick biete: im Frühjahr ein helles Grün, im Sommer ein saftiges, dunkles Grün und im Herbst dem Namen entsprechend ein Rotbraun.

Die jährliche Rotbuchen-Aktion steht in Rott wieder vor der Tür. 15.000 Pflanzen gehen an einem Tag weg. Die Pflanzen seien kräftig, 80 bis 120 Zentimeter groß, dreijährig (ein Jahr Saatbeet, zwei Jahre verschult). Pro Meter soll man fünf Stück in die Erde bringen, wird empfohlen. Hülsheger achtet streng darauf, dass die Pflanzen „auch hier zu Hause sind“, nicht aus Mecklenburg-Vorpommern oder gar von der Schwäbischen Alb kommen. „Es müssen heimische Produkte sein“, sagt er, die in Forstbaumschulen bestellt und angeliefert werden. Hervorragend sei die Ware aus dem Bergischen Land und dem Siegerland.

Die Pflanzen sind in 25er-Bündelung zu haben. Bei Lieferung bekommt jeder eine ausführliche Pflanzanleitung. Übrigens: Die Abnehmer kommen nicht nur aus Rott oder Roetgen, Hülsheger sagt, dass auch aus dem gesamten Stolberger Raum und auch aus der Eifel Bedarf bestehe und die Nachfrage groß sei.

Bis zum 30. März noch können Rotbuchen bestellt werden bei Rainer Hülsheger, Tel. 02471/2511, bei Christoph Schell, Telefon 02471/1354332, per E-Mail: bestellung@hev-rott.de oder direkt am Stand, am Samstag, 6. April, 9 bis 12 Uhr, am Sportplatz in Rott. Weitere Informationen (einschließlich Bestellzettel, Pflanzanleitung) unter: www.hev-rott.de/rotbuchen

(der)