Gemeindefrühstück Roetgen: Seit 30 Jahren ein beliebter Treff

Gemeindefrühstück Roetgen : Seit 30 Jahren ein beliebter Treff

Die Anfänge liegen 30 Jahre zurück. Zu Beginn war es der Seniorentreff, der im damaligen Pfarrheim, in der „Teestube“ (heute Restaurant „Mirabela“) der katholischen Kirchengemeinde St. Hubertus zusammenkam, um in geselliger Runde einmal im Monat ein paar schöne Stunden zu verbringen.

Es hat sich was getan, geändert: „Wir nennen uns nun Gemeindefrühstück“, erzählen Elfriede Heinrichs und Irmgard Klinke vom Organisations-Team. Und: „Wir sind nun im Pfarrheim ,De Kerchbröck' zu Hause.“

Das Gesangs-Duo Cindy und Bert landete in früheren Jahren (den Damen noch gut bekannt) mit ihrem Ohrwurm „Immer wieder sonntags“ einen großen Hit. Beim Gemeindefrühstück lautet die Devise „Immer wieder mittwochs“, denn an jedem dritten im Monat duftet es in „De Kerchbröck“ genüsslich nach Kaffee, Brötchen, Speck und Ei. Und richtig gemütlich geht es dort zu.

Diese kirchliche Einrichtung hat sich in Roetgen etabliert, einen festen Platz im Angebot eingenommen und behauptet. Vor 30 Jahren waren es Hilde Peters und Elisabeth Schneider, die den „Seniorentreff“ aus der Taufe gehoben haben. Die „Teestube“ (Pfarrheim) war Anlaufstelle, wo sich zwischen 20 und 30 Frauen einfanden, um Spaß an der Freude zu haben. „Das war nachmittags“, wissen die beiden Damen Klinke und Heinrichs noch genau.

Selbst gebackener Kuchen kam auf die gedeckten Tische, ab und an wurde ein Vortrag zu einem interessanten Thema gehalten. „Es war sehr schön und gemütlich“, ist zu hören. Vor einigen Jahren erfolgte die Umwandlung in „Gemeindefrühstück“ und der Ortswechsel in „De Kerchbröck.“ Jeden dritten Mittwoch von 9 bis 12 Uhr ist dort Frühstückszeit.

An einem einladenden Büfett locken leckere Muntermacher, warten auf Abnehmer, wenn es heißt „Es ist angerichtet!“ Für nur 4,50 Euro gibt es alles, was das Frühstücksherz so begehrt. Wurst, Schinken, Lachs, Konfitüre, Kaffee, Tee und es ist ausreichend Gelegenheit für ein nettes „Verzällchen“ gegeben. Wenn Frauen zusammen kommen, geht der Redestoff bekanntlich nicht aus, wissen Elfriede Heinrichs und Irmgard Klinke.

Den beiden ist wichtig, dass es allen gut gefällt. Für beste Unterhaltung und Austausch ist gesorgt, versichern sie. Das leibliche Wohl komme nicht zu kurz. Das Helferinnen-Team lässt sich stets etwas einfallen, um die Gäste zu überraschen und zufrieden zu stellen. Ein kleines Problem aber: „Wir wissen im Voraus nie, wie viele Personen kommen. Da ist es nicht immer leicht, den richtigen Einkauf zu kalkulieren und zu tätigen“, so Klinke und Heinrichs.

So komme es vor, dass „Reste“ übrig bleiben. Alles kein Problem, hier hat das engagierte „Gemeindefrühstücks-Team“ stets eine Lösung und Verwendung. Ein wenig traurig ist das Orga-Team, dass sich leider „nur“ Damen einfinden. „Sag’ mir, wo die Männer sind!“ Eine gute, berechtigte Frage, die Marlene Dietrich schon beschäftigte. „Ob die Schwellenangst haben?“, heißt es.

„Bei uns kann jeder zum Schnuppern kommen und sich davon überzeugen, dass man neben einem leckeren Frühstück auch noch drei Stunden Kurzweil geboten bekommt“, ermuntern Heinrichs und Klinke. Sie bedauern außerdem, dass die Damen ihre Männer nicht zum Mitkommen bewegen. Und: „Leider vermissen wir die Neu-Roetgener.“ Für sie wäre gerade dieses Angebot eine sich bietende Chance des Kennenlernens sowie eine Möglichkeit, neue Freundschaften schließen zu können.

Und wer kein Auto hat, nicht mehr so mobil ist, für den wird ein Fahrdienst angeboten (auch vom neuen Bürgertreff). Übrigens: Die älteste Teilnehmerin Elli Leuchter ist bereits 90 Jahre alt. Abschließender Wunsch der beiden Gesprächspartner: „Es wäre super, wenn wir nächsten Mittwoch, 17. April, ein volles Haus hätten.“ Die Chance ist da, jetzt heißt es: Vornotieren, hingehen, mitfeiern.

Weil es ein „Osterfrühstück“ sein wird, soll es entsprechend zugehen. Ein Gläschen Sekt ist eingeplant, Elfriede Heinrichs bringt gar ein Eierlikörchen ins Spiel. Beide sind überzeugt: „Es wird diesmal wieder eine ganz tolle Sache.“

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