Simmerath: Schwimmhallen-Entscheidung fällt noch in diesem Jahr

Simmerath: Schwimmhallen-Entscheidung fällt noch in diesem Jahr

Die unter hohem öffentlichen Interesse geführte Diskussion, ob eine gemeinsame Schwimmhalle für die Nachbarkommunen Simmerath und Monschau gebaut wird, oder jede Kommune ihre eigene Planung verfolgt, soll keine Endlos-Schleife werden. Noch in diesem Jahr wird eine Entscheidung fallen.

Dies kündigte Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jetzt bei der Sitzung des Strukturausschusses an, wo die Schwimmbad-Frage vor rund 25 Zuhörern im Rathaus (darunter eine Reihe Vertreter der neu gegründeten IG Schwimmbad) intensiv und teilweise kontrovers diskutiert wurde. Bekanntlich sind beiden Schwimmhallen aufgrund von Baumängeln geschlossen.

Zwei Grundstücke ausgesucht

Beschlossen wurden mehrheitlich, gemeinsame Gespräche mit der Stadt Monschau zu führen, wobei die von der SPD beantragte Beteiligung der Faktionen abgelehnt wurde, ebenso wie der Zusatz, dass die Gespräche das vorrangige Ziel einer gemeinsamen Halle verfolgen sollten. Parallel soll die Verwaltung für Simmerath an einer eigenen Konzeption weiter arbeiten und zur nächsten Sitzung einen konkreten Finanzierungsplan vorlegen.

Einigkeit herrschte im Ausschuss darüber, dass die Gemeinde in der Schwimmbad-Frage zweigleisig fährt. Einerseits stehen nächste Woche Gespräche mit der Spitze der Monschauer Stadtverwaltung über die Chancen für ein gemeinsames Projekt an, andererseits legte die Verwaltung dem Ausschuss ein komplettes Konzept für Simmerath vor.

Demnach wurde für eine neue Schwimmhalle das Grundstück zwischen den Kleinspielfeldern und dem Lehrparkplatz an der Hauptschule ins Auge gefasst, während der neue Kunstrasenplatz der Hansa neben dem Katastrophenschutzentrum errichtet werden könnte, was von den Interessen des Landschaftsschutzes her am ehesten umsetzbar erscheint.

Schon jetzt ließ der Bürgermeister wissen, dass für einen neuen Sportplatz eine „wesentliche Eigenbeteiligung des Vereins zwingende Voraussetzung” sei. Diese Bereitschaft zur Mitwirkung hat die Hansa-Gemeinschaft bereits erkennen lassen.

Zum baulichen Zustand der 1963 gebauten Schwimmhalle erläuterte der Bürgermeister, dass von fachlicher Seite der Halle stets ein „Top-Zustand” bescheinigt worden sei. Es habe sich aber im Zuge der Untersuchungen herausgestellt, dass offenbar schon beim Bau der Halle bei der Beton-Dichtigkeit „nicht optimal” gearbeitet worden sei.

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