Monschau: Schwimmen lernen mit hohem Aufwand

Monschau: Schwimmen lernen mit hohem Aufwand

Wie alle anderen Schüler und Schülerinnen freuen sich natürlich auch die St. Ursula-Mädchen darauf, dass Ende des nächsten Jahres die wegen baulicher Mängel geschlossene Schwimmhalle Monschau wieder eröffnet wird.

Am Dienstagabend wurde im Stadtrat Monschau über das Finanzierungskonzept beraten mit dem Ziel, die Halle so schnell wie möglich wieder zu öffnen.

Da bis dahin aber noch ein gutes Jahr verstreicht, ist es ein Anliegen der Eltern der Schülerinnen, aber auch der Schulleitung, den Mädchen doch hin und wieder Schwimmunterricht zu anzubieten.

Und so fuhren am Montag, 31. August, die Schülerinnen der drei 5er-Klassen mit allen sechs Sportlehrerinnen und mit einem eigens dafür gemieteten Bus zur Burg Vogelsang, um dort zwei Unterrichtsstunden lang Schwimmunterricht zu absolvieren. Dieser Ausflug kam natürlich bei den Mädchen gut an, da er einmal quer durch die Eifel ins Herz des Nationalparks Eifel zur Ordensburg Vogelsang und dann runter bis zum für viele sicherlich noch unbekannten Urftsee führte.

Dort wurde dann im renovierten Bad Schwimmunterricht abgehalten und das dann noch bei Außentemperaturen, die über 25 Grad lagen, also an einem wirklichen Sommertag. Danach fuhr der Bus die Mädchen und ihre Sportlehrerinnen wieder zurück zur Schule. Ein außergewöhnlicher Projekttag fand so ein Ende.

Jetzt schon ist geplant, dies auch für die 6. Klassen anzubieten und für die 5er-Klassen natürlich auch dann noch einmal zu wiederholen. Aber der Idealzustand ist erst dann wieder erreicht, wenn wirklich auch in Monschau orts- und zeitnah geschwommen werden kann. Schulleiter Franz-Peter Müsch: „Gerade dies ist in der heutigen Zeit, wo immer weniger Kinder schwimmen können, sehr wichtig. Es muss dafür Sorge getragen werden, dass in der Schule auch der letzte Nichtschwimmer das Schwimmen erlernt. Für Kinder darf nichts zu teuer, nichts scheinbar zu umständlich sein.”

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