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Das Jahr 2018 in der Nordeifel, Teil 2: Schweres Unwetter und die Diskussion um die Geburtshilfestation

Das Jahr 2018 in der Nordeifel, Teil 2 : Schweres Unwetter und die Diskussion um die Geburtshilfestation

Das Jahr 2018 ist fast Geschichte. Auch in der Nordeifel waren die zurückliegenden zwölf Monate geprägt von zahlreichen Ereignissen, die Kontroversen, Emotionen und Diskussionen auslösten.

Die Sorgen um den Fortbestand der Geburtshilfe am Krankenhaus Simmerath und der Förderschule Nordeifel in Eicherscheid sowie der Bau von fünf Windkraftanlagen im Münsterwald entlang der Himmelsleiter gehörten sicherlich zu diesen Ereignissen, aber auch der extrem trockene Sommer, der vorübergehend die Trinkwasserversorgung aus der Perlenbachstalsperre stoppte, war ein großes Thema. Unser Mitarbeiter Peter Stollenwerk blickt noch einmal auf die wichtigsten Nachrichten und Geschehnisse der Jahres 2018 in der Nordeifel zurück.

April

  • 1. Bereits seit Monaten werden im Hesselbachtal bei Steckenborn rund 30 Wollschweine gehalten. Die Naturschutzbehörde verlangt eine Entfernung der Tiere, da deren Haltung in einem Naturschutzgebiet nicht zulässig sei.
  • 3. Immer näher rücken Wildschweine an die Wohnbebauung. Auffallend hoch ist in der Eifel der Umfang der Flurschäden.
  • 4. Der historische Marktplatz in der Altstadt Monschau ist zur Großbaustelle geworden. Grund für die spektakuläre Maßnahme ist eine Neuverlegung des innerstädtischen Abwasserkanals.
  • 10. An der B 266 bei Einruhr wird ein Lärmdisplay vorgestellt. Es soll Verkehrsteilnehmer freundlich dazu anhalten, den Motorenlärm zu minimieren.
  • 12. April: Der geplante Kreisverkehr an Fringshaus wird vorerst zu den Akten gelegt. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW sieht aktuell keinen Bedarf.
  • 18. An der neuen Kita in Konzen wird Richtfest gefeiert.
  • 22. Das Narzissenfest in Höfen lockt wieder Hunderte Naturfreunde in die Eifel, die das Meer der wilden Narzissen bestaunen.
  • 23. Auch in Simmerath stellt sich die Frage, wie der Zentralort sich künftig entwickeln soll. Bei einer Infoveranstaltung gibt es zahlreiche Anregungen.

Große und kleine Wollschweine, zusammen rund 30 an der Zahl, tummelten sich im Naturschutzgebiet Hesselbachtal zwischen Steckenborn und Woffelsbach Foto: Peter stollenwerk

Mai

  • 1. Schwerer Unfall in der Mainacht: Sechs Personen werden verletzt, als nahe dem Bushof ein Traktoranhänger umstürzt.
  • 5. Krisenstimmung herrscht auf der Geburtshilfestation der Eifelkilinik Simmerath. Zum 31. Mai haben die Beleghebammen wegen Überlastung ihre Rufbereitschaft gekündigt.
  • 6. Beim 16. Simmerather Kraremannstag wird der neu gestaltete und barrierefreie Rathausplatz eingeweiht. Der sogenannte kleine Rathausplatz wird aufgrund einer Initiative des Arbeitskreises Alt Simmerath in Dr.-Fritz-Platz umbenannt.
  • 10. Rund 130 neue Baustellen sollen am Ortseingang Simmerath ausgewiesen werden. Das Planverfahren für das Baugebiet „Am Meisenbruch“ startet.
  • 13. Große Freude herrscht beim Förderverein des Rotter Saals Hütten. Der Verein erhält von der NRW-Stiftung 100.000 Euro Zuschuss um das historische Gebäude zu erwerben.
  • 17. Pater Peter Schorr wird als Leiter des Franziskus-Gymnasiums Vossenach verabschiedet. Nachfolger wird Dr. Peter Cordes.
  • 19. Nach aufwendiger Deckensanierung öffnet nach über dreimonatiger baubedingter Schließung das Simmbad wieder.
  • 28. Tief Wilma lässt unfassbare Mengen Niederschlag über der Eifel ab. Beim schwersten Unwetter seit Jahren wird der Eschbach in Monschau zum reißenden Strom. Die Altstadt trägt die meisten Schäden davon.
Mitten in der historischen Altstadt Monschau dominierte eine Großbaustelle das Bild: Die Neuverlegung des Rursammlers stellte eine echte Herausforderung dar. Foto: Peter Stollenwerk

Juni

  • 2. Die Karnevalsgesellschaft Biebesse aus Höfen feiert mit einer stimmungsvollen Party und der Kölschrock-Band „Cat Ballou“ ihr 50-jähriges Bestehen.
  • 3. Das umstrittene Projekt Kletterwald Eschauel steckt in Zahlungsschwierigkeiten, deshalb werden die Pläne von den Investoren vorerst auf Eis gelegt.
  • 6. Die Krise auf der Geburtshilfestation der Efelklinik Simmerath spitzt sich zu. Der Krankenhausträger Artemed kündigt für Ende Juni die Schließung der Station an. Die freiberuflichen Hebammen, die gekündigt haben, sehen sich zu Unrecht in der Kritik, da sie ihrerseits das echte Bemühen des Trägers um die Erhaltung der Geburtshilfe vermissen.
  • 6. Die Jury ist nachhaltig beeindruckt als die den Ort Kalterherberg bereist, der sich im Rahmen des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ offensiv und überzeugend präsentiert.
  • 13. In einer Sondersitzung stellt sich der Gemeinderat Simmerath hinter die Geburtshilfestation. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns überreicht 1000 Unterschriften. Die Verantwortlichen verständigen sich auf weitere Gespräche.
  • 19. Eine ungewöhnliche Begegnung mit Aachens neuem Bischof Helmut Dieser gibt es auf dem Rursee. Auf dem Fahrgastschiff Stella Maris trifft er rund 120 Gläubige zum Dialog.
  • 20. Das Jobcenter Eifel bezieht an der Hauptstraße Simmerath neue Räume.
  • 21. Beim umstrittenen Windpark Münsterwald wird mit Gießen der Fundamente für die fünf Anlagen begonnen.
  • 26. Nach über 800 Einsätzen gibt Lucie Kell aus Eicherscheid, die Beauftragte des Blutspendedienstes im DRK-Ortsverein Monschau, ihr Amt ab.

Die anderen Teile des Jahresrückblicks gibt es hier:

Richtfest an der neuen Kita Am Feuerbach in Konzen: Nach dem Auftritt der Kindergartenkinder wurde der bunt geschmückte Richtkranz von einem Kran emporgehoben, und die Zimmerleute verlasen ihren Richtspruch. Foto: Andreas Gabbert

1. Teil: Januar - März

3. Teil: Juli - September

4. Teil: Oktober - Dezember