Nordeifel: Schwere Motorradunfälle zum Saisonabschluss

Nordeifel: Schwere Motorradunfälle zum Saisonabschluss

Bei zwei schweren Motorradunfällen in der Nordeifel sind am Samstag ein 26-jähriger Mann schwer und ein 54-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden.

Es war nicht nur wegen des nochmals sonnigen und sehr schönen Herbstwetters für viele Cabrio- und Motorradfahrer der letzte Saisontag, sondern auch weil viele Saisonkennzeichen am 31. Oktober enden und die Fahrzeuge dann in den „Winterschlaf” gehen.

Und so herrschte auch auf den teils laubbedeckten Eifelstraßen reger Ausflugsverkehr, der aber leider auch wieder von schweren Zwischenfällen begleitet war.

Gegen 12.23 Uhr am Samstag war ein 26-jähriger Motorradfahrer aus Bonn mit seiner Kawasaki 750 von Kesternich talwärts in Richtung Einruhr unterwegs, als er sich nach Polizeiangaben in einer leichten Linkskurve vermutlich verbremste und zu Fall kam.

Das Krad rutschte über die Fahrbahn, durchschlug am rechten Straßenrand zwei Standpfosten, rutschte unter der Leitplanke hindurch und stürzte 16 Meter tief eine Böschung hinunter, wo es völlig zerstört liegen blieb.

Der Fahrer rutschte nach dem Sturz ebenfalls über die Fahrbahn und prallte mit dem Körper gegen einen Standpfosten, so dass er sich einen Beckenbruch zuzog. Mit dem Rettungshubschrauber wurde der zunächst nicht ansprechbare 26-Jährige ins Aachener Klinikum geflogen.

Den Schaden am total beschädigten Krad und an der Leitplanke schätzt die Polizei auf 5000 Euro. Das Krad musste von einer Abschleppfirma geborgen werden.

In den Gegenverkehr gerutscht

Eine noch folgenschwerere Kollision ereignete sich dann gut vier Stunden später auf der Straße Am Roßbach von Rollesbroich nach Lammersdorf. Diese Strecke befuhr ein 54-Jähriger aus Korschenbroich ebenfalls mit einer Kawasaki, als er auf der abschüssigen Strecke in Höhe Kläranlage aus noch nicht bekannter Ursache die Kontrolle über sein Motorrad verlor.

Das Krad stürzte auf die Fahrbahn und rutschte frontal in den entgegenkommenden Renault-Lieferwagen eines 39-jährigen Fahrers aus Simmerath. Bei der Kollision zerbrach das Motorrad in zwei Teile und ging sofort in Flammen auf, wie die Leitstelle der Polizei am Sonntag berichtete.

Der Kradfahrer rutschte nach dem Sturz am entgegenkommenden Renault vorbei und blieb 50 Meter hinter dem Pkw schwerstverletzt in der Böschung liegen. Der 54-Jährige erlitt mehrere Knochenbrüche und schwebte nach Polizeiangaben am Sonntag noch in Lebensgefahr.

Auch hier nahmen Fahrzeugbergung und das Aufräumen der Unallstelle längere Zeit in Anspruch. Der Gesamtschaden beläuft sich Polizeiangaben auf 6000 Euro.

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