Nordeifel: Schweinegrippe: Am Montag nicht eine Impfung in der Nordeifel

Nordeifel: Schweinegrippe: Am Montag nicht eine Impfung in der Nordeifel

Am Montag ist in der Nordeifel noch kein Mensch gegen Schweinegrippe geimpft worden. Kein Wunder, denn der Impfstoff wurde erst im Verlaufe des Tages vom Gesundheitsamt der Städteregion an die neun ausgesuchten Apotheken und etliche niedergelassene Ärzte verteilt.

Doch nicht nur dieser Umstand sorgt für Verwirrung. Niemand weiß so genau, wie diese Aktion funktionieren soll, die mit großem Brimborium für den Montag in Düsseldorf angekündigt worden ist. „Aber”, so einer der Kritiker, „Düsseldorf ist weit und umgekehrt die Probleme vor Ort sind es auch.”

Dr. Hans-Dieter Hege aus Konzen, Sprecher der niedergelassenen Ärzte in der Nordeifel, ist ohnehin nicht nur etwas verwirrt über das organisatorische Prozedere, sondern hegt auch Zweifel am Sinn einer solchen Impfung. Das Risiko, an der Schweinegrippe zu erkranken, sei nicht sonderlich hoch, der Verlauf der Krankheit milde. Andererseits sind die Nebenwirkungen der Wirkungsverstärker im Impfstoff noch nicht restlos ausgetestet, vor allen nicht, was mögliche Spätreaktionen betrifft.

Überdies, und das ist ein Aspekt in Euro und Cent, gibt es nur Zehnerpackungen des Impfstoffs. Hat man die beiden Komponenten erst einmal vermischt, muss der Impfstoff binnen 24 Stunden verbraucht sein, danach ist er wertlos.

Hat ein Arzt in seiner Praxis nur drei Impfwillig am Tag, schüttet er den Impfstoff für sieben Personen weg. Dr. Hege: „Bisher kann niemand die Relation zwischen Impf- und Erkrankungsrisiko genau stricken. Man weiß es halt nicht.”