Nordeifel: Schutzmaßnahmen: Zäune und Tunnel für gefährdete Amphibien

Nordeifel: Schutzmaßnahmen: Zäune und Tunnel für gefährdete Amphibien

Der Frühling hat sich endlich mit warmen Temperaturen durchgesetzt. Damit beginnt auch wieder die Zeit der Amphibienwanderungen (Kröten, Frösche, Molche). An verschiedenen Stellen in der Städteregion sind jetzt Schutzeinrichtungen aufgebaut worden.

Am Mühlenweg in Bardenberg, im Bereich der Lammersdorfer und der Hahner Straße in Rott, in Erkensruhr und im Bereich Menzerath stehen bereits die Amphibienleitzäune. Im Auftrag der Städteregion Aachen sind sie von Mitarbeitern der Wabe e.V. aufgestellt worden.

Momentan erledigt eine ortsansässige Firma die letzten Arbeiten an drei neuen Amphibientunneln im Verlauf des Vennbahnradwegs. Anschließend werden dort, nahe Gut Reichenstein sowie zwischen Kalterherberg und Mützenich, die letzten Leitzäune errichtet.

Neu ist in diesem Jahr die Mitteilung aus der Bevölkerung, dass im Bereich der Ottenfelder Allee in Alsdorf und der Römergasse in Herzogenrath-Noppenberg eine starke Amphibienwanderung stattfindet. Dabei sind mehrere Dutzend Tiere bereits überfahren worden.

Da diese Verbindung nur für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr freigegeben ist, haben die Ordnungsämter der Städte Alsdorf und Herzogenrath auf Bitte der Städteregion bis voraussichtlich Ende April die Römergasse in Noppenberg und die Ottenfelder Allee südlich von Zopp für den Verkehr gesperrt. Die Landwirte wurden informiert.

Die untere Landschaftsbehörde der Städteregion bittet zum Schutz der ehrenamtlichen Helfer, an allen genannten Stellen nur mit reduzierter Geschwindigkeit zu fahren. Außerdem können dort trotz der Leitzäune im Bereich von offenen Einfahrten die streng geschützten Amphibien auf der Fahrbahn unterwegs sein. Teilweise können die Tiere durch „Amphibientunnel“ selbstständig die Straße gefahrlos queren.

Die Städteregion Aachen verfolgt das Ziel, überall, wo verlässliche Zählungen über mehrere Jahre eine fundierte Grundlage bieten, solche Tunnel in die Straßen einzubauen. Es gibt aber auch noch Bereiche, wo Leitzäune in Sammeleimer führen. So leeren ehrenamtliche Helfer beispielsweise entlang der Reichensteiner Straße und in Erkensruhr die Fangeimer und bringen die Tiere auf die andere Seite zu den Laichgewässern.

Die Sammeleimer dürfen nicht aus dem Boden genommen werden, da beim Wiedereinsetzen in die Löcher hineingefallene Tiere getötet werden können. Zudem können lose eingesetzte Eimer nicht mehr am Zaun entlang laufende Amphibien auffangen. Auch soll niemand außer den dazu bestimmten Helfern Tiere aus den Eimern nehmen und transportieren.

Die Strecken sind in beiden Fahrtrichtungen mit einem rot-weißen Schild mit dem Symbol einer Kröte sowie gelben Warnlampen gekennzeichnet. Zudem tragen die Helfer deutlich erkennbare Warnwesten.

Wegen des langen Winters werden die Leitzäune erst Ende Mai/Anfang Juni wieder abgebaut. Weitere Informationen gibt es dazu bei Udo Thorwesten von der unteren Landschaftsbehörde unter Telefon 0241/51982401 oder per Mail an udo-thorwesten@staedteregion-aachen.de.