Aachen: Schultheatertage: Ein Festival der Fantasie auf 13 Bühnen

Aachen: Schultheatertage: Ein Festival der Fantasie auf 13 Bühnen

Seit 1998 haben die Schultheatertage ihren festen Platz im Kalender der Schulen in der Städteregion. Elke Kunst ist von Anfang an dabei.

Als Koordinatorin für die Aufführungen der Grundschulen hat sie bereits am ersten Tag erfreuliche Nachrichten zu verkünden, die höchstens den Spätzündern in Sachen Ticketkauf die Tränen in die Augen treiben könnten: „Alle Veranstaltungen mit Beteiligung der Jüngsten sind bereits ausgebucht”, strahlt sie.

Sie selbst arbeitet an der Grundschule Horbach, einem von 13 Schauplätzen in diesem Jahr. Die Kinder der Grundschule Beeckstraße haben sich ihren verdienten Schlussapplaus gleich am ersten Tag abgeholt. „Der gestiefelte Kater” bildete den Auftakt einer prallgefüllten Spielwoche in der Kammer des Theaters Aachen.

Bei der Eröffnungsveranstaltung am Montagnachmittag im Spiegelsaal gaben etliche weitere Gruppen Kostproben ihrer Stücke, die bis zum 4. Juli zu sehen sein werden. Das Bildungsbüro präsentiert erneut die Schultheatertage gemeinsam mit dem zuständigen Amt sowie der Theaterinitiative Akut.

13 Spielstätten stehen auf der Agenda, der Rahmen für die rund 50 Einzelveranstaltungen ist damit maximal vielseitig: Neben diversen Schulen in der Städteregion stellen mit dem Theater Aachen oder der „Space”-Bühne im Ludwig Forum echte Profistationen der hiesigen Kulturlandschaft ihre Strukturen zur Verfügung. Know-how und Technik inklusive.

So unterschiedlich die Spielstätten, so facettenreich ist das Programm sowieso. Die Darstellungsformen decken das ganze Spektrum der Bühnenunterhaltung ab: Schauspiel, Puppentheater, Tanz, Gesang, „und ein paar Überraschungen”, verspricht Elke Kunst. „Musical, Drama, Komödie, unsere Akteure bedienen die ganze Gefühlspalette”, lächelt sie. Die jüngsten Akteure sind sechs Jahre alt, die ältesten Darsteller rekrutieren sich aus den Gymnasien und Berufskollegen. Sie wagen sich auch an schwerere Kost heran, zum Beispiel an Brechts „Heilige Schlachthöfe”.

Auch Lokalkolorit hat seinen Platz im Programm, etwa im Stück „Auftrag: Karneval - Der Fall Oppenhoff”, das Schülerinnen und Schüler des Aachener Einhard-Gymnasium präsentieren. Hier wird die Geschichte der Ermordung des einstigen Aachener Bürgermeisters im Jahr 1945 nachgezeichnet.

Das Konzept Schultheatertage rekrutiert seine Unterstützer längst auch in Profi-Kreisen. „Davon können die Kinder und Jugendlichen nur profitieren”, ist Michael Schmitz-Aufterbeck sicher. Der Intendant des Aachener Theaters ist glühender Anhänger der Idee, junge Menschen früh an künstlerische Ausdrucksformen heranzuführen.

„Das freie Spielen hilft auch dabei, selbstbewusst und mit kreativen Ideen aufzuwachsen”. Kommunikation sei alles im Leben, so Schmitz-Aufterbeck, „und auch das lernen die Kinder und Jugendlichen bei diesem tollen Programm”.

Viele Termine sind bereits ausgebucht: Infos im Netz

Rund 50 Aufführungen finden 2012 im Rahmen Schultheatertage der Städteregion statt. 13 Spielstätten stehen auf der Agenda. Erstmals wird auch Maastricht Schauplatz von Aufführungen sein.

Bereits ausgebucht sind die Veranstaltungen an den Grundschulen der Region.

Mehr von Aachener Nachrichten