Nideggen-Schmidt: Schmidt: Bistum und Kirchenvorstand einigen sich

Nideggen-Schmidt: Schmidt: Bistum und Kirchenvorstand einigen sich

Der Kirchenvorstand (KV) der Katholischen Pfarrgemeinde St. Hubertus in Schmidt ist seit Freitag wieder im Amt.

Das teilte der Vorsitzenden der Schiedsstelle des Bistums Aachen, Professor Peter Roggendorf, mit. „Das Bistum”, so heißt es in dem Schiedsspruch, „nimmt den Vorwurf der groben Pflichtverletzung zurück und hebt die Bescheide über die Amtsenthebung der Vorstandsmitglieder auf.

Gleichzeitig erklären die Mitglieder des KVs ihr Bedauern, dass sie die Regelungen zur Einhaltung der Amtsverschwiegenheit nicht gewahrt haben.” Als Grund für die Amtsenthebung des Schmidter KVs war im Oktober 2010 nämlich genannt worden, dass der KV Interna aus der Gemeinde ausgeplaudert habe.

Die acht Mitglieder des KVs hatten daraufhin die Schiedsstelle des Bistums angerufen. Deren Entscheidung hat sich hingezogen. Schon in einem ersten Schiedsspruch waren sich KV und Roggendorf einig, dass den Mitgliedern des KVs keine Pflichtverletzung vorzuwerfen sei.

Damals hatte das Bistum aber erklärt, dass der eingesetzte Pfarrverwalter Udo Klinkhammer noch bis Juli im Amt bleiben solle. Das war für die Kirchenvorstände nicht akzeptabel. Mit dem neuen Schiedsspruch verpflichten sich vier der acht Kirchenvorstände, binnen eines Monats zurückzutreten.

Danach soll zu einer Kirchenvorstandssitzung eingeladen werden, bei der der Pfarrverwalter die Geschäfts an den KV zurückgibt. Gemeindereferent Roland Weber soll zudem sechs Monate als Coach die Arbeit des KV begleiten. So soll eine bessere Zusammenarbeit mit Pfarrer Heinz-Josef Biste ermöglicht werden.

„Wir brauchen vermutlich so einen Übersetzer”, so Kirchenvorstand Adalbert van Londen. „Weil es jemanden geben muss, der aufpasst, dass gewisse Spielregeln eingehalten werden.”

Grundsätzlich, so van Londen, sei man mit dem Schiedsspruch einverstanden. „Das Bistum musste den Vorwurf der groben Pflichtverletzung zurückziehen”.

Mit der Tatsache, dass vier Kirchenvorstände von ihrem Amt zurücktreten, wolle man signalisieren, dass es dem KV um die Gemeinde und nicht um Posten gehe. Zudem, so van Londen, bräuchten einige Kirchenvorstände Zeit zum Durchatmen. „Hinter uns liegt ein schreckliches Dreivierteljahr.”

Wann die Sitzung des KVs stattfindet, konnte van Londen nicht sagen. „Dazu muss Pfarrer Heinz-Josef Biste einladen. Ein Gespräch mit ihm hat es noch nicht gegeben.” Es sei wichtig, so der Kirchenvorstand, dass man wieder einen vernünftigen Anfang” finde.