Schall-Opfer von Windkraftanlagen organisieren sich

Schall-Opfer in der Nordeifel : Macht der Schall von Windkraftanlagen krank?

Immer mehr Windräder tauchen am Horizont und seit einiger Zeit auch in den Wäldern der Nordeifel auf. Sie sind ein Symbol der Energiewende, aber aufgrund ihrer zunehmenden Größe und Zahl nicht unumstritten.

Dass von den mächtigen Kraftwerken aber auch direkte Gefahren für Mensch und Tier ausgehen, glauben die sogenannten Infraschall-Opfer, die sich nun auch in der Eifel organisieren möchten.

„Menschen reagieren mit unterschiedlichen Symptomen auf Infraschall (20 - 0,1 Hertz), ohne es zu wissen. Mit Kopfgeräuschen, Ohrenschmerzen, Schwindel und Übelkeit fangen die ersten Wahrnehmungen an“, sagt Peter P. Jaeger, Vorsitzender der Deutschen Schutz-Gemeinschaft-Schall für Mensch und Tier und selbst Betroffener aus Kreuzau.

Die hohe und beinahe flächendeckende Anzahl von Windrädern erzeuge mittlerweile fast dauerhaft und bei starken Winden eine wesentlich höhere Dosis an Infraschall, ist Jaeger überzeugt. „Dadurch können dauerhafte Atemnot, Bluthochdruck, Herz- und Kreislaufstörungen, Magen- und Darmbeschwerden, Schlafstörungen, extreme Müdigkeit sowie Konzentration-Schwierigkeiten entstehen, weil Infraschall den Körper unter Stress setzen kann“, glaubt er. Viele betroffene Bürger hätten eine Ärzte-Odyssee und Medikamententests hinter sich, „jedoch ohne Erkenntnis und Abhilfe“, so der Kreuzauer.

Am 25. Oktober in Berg

Aus diesem Grunde wird für Betroffene im Raum Eifel, Düren und Euskirchen ein erstes Schallopfer-Treffen in Nideggen angeboten. Es findet statt am Donnerstag, 25. Oktober, um 19 Uhr im Gasthaus Rosenflora, Kirchstraße 2 in Nideggen-Berg. Das erste Treffen richtet sich an Schallopfer und andere, an dem Thema interessierte Bürger. Die Bildung einer Selbsthilfegruppe steht auf der Tagesordnung. Anmeldung ist erwünscht bei Peter Jaeger per E-Mail an schallopfer.kreis-dueren@email.de.

(hes)
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