Rott: Saisonvorschau: Jürgen Lipka ist wieder beim SV Rott

Rott : Saisonvorschau: Jürgen Lipka ist wieder beim SV Rott

Elf Jahre sorgte Jürgen Lipka beim SV Rott für eine Menge Spektakel und Furore. Mit den Rot-Weißen stieg der engagierte Trainer aus den Niederungen der Aachener Kreisliga A im Eiltempo in die Mittelreinliga auf, in der der SV Rott zwei Spielzeiten verbrachte, dann aber leider wieder in die Landesliga abstieg. Wenige Spieltage vor dem Ende der Saison 2014/15 verabschiedete der Coach sich vom Rotter Tiergarten.

In der ersten Saison ohne Jürgen Lipka musste der Sportverein zurück in die Bezirksliga. Unter Trainer Mirko Braun schafften die Rot-Weißen den direkten Wiederaufstieg in die Landesliga und beendeten die vergangene Saison auf einem guten sechsten Tabellenplatz.

Schon in der Winterpause war klar, dass Mirko Braun sich nach der Saison zur U19 von Hertha Walheim verabschieden würde und Andreas Schindler, der sportliche Leiter des SV Rott, im Frühjahr auf Trainersuche gehen musste.

Im Mai 2015 hatten der Vereinschef und Jürgen Lipka sich trotz aller Erfolge nicht im besten Einvernehmen getrennt, aber mittlerweile hatten die beiden wieder zusammengefunden, so dass für Andreas Schindler die Trainerfrage schnell beantwortet war: „Der Jürgen kennt uns, und wir kennen den Jürgen und wissen, dass er ein qualifizierter und guter Trainer ist.“ Beim SV Rott ist man froh, dass der Jürgen wieder da ist, aber der Jürgen ist nach seinen Abstechern zu Arminia Eilendorf und dem FV Haaren auch wieder froh, dass er in seinem Wohnzimmer, das seit September des vergangenen Jahres Mathworks Sportpark heißt, wieder angekommen ist. Da sich in der Sommerpause aus personeller Sicht einiges verändert hat, wartete auf den Coach eine Menge Arbeit.

Über die Defensivabteilung des Sportvereins gab es in der vergangenen Saison nur wenig zu meckern, aber leider wurde diese durch die hohe Spielerfluktuation auseinandergerissen. Mit Kadir Dogan (Teutonia Weiden), Stefan Savic (VfL Vichttal) und Oliver Klär, der aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht, verabschiedeten sich drei Spieler, die jede Landesliga-Mannschaft gerne in ihrer Defensivreihe sehen würde. Schwer zu ersetzen ist auch Mittelfeldspieler Klaas Kurzke, der zum neuen Fusionsverein FC Düren wechselte und mit dem er in der nächsten Saison in der Mittelrheinliga spielen möchte.

Hasan Er, der in der vergangenen Saison verletzungsbedingt nur selten zur Verfügung stand, wechselte zum Konkurrenten FC Inde Hahn. Hakan Arslan zog es zu Teutonia Weiden, während David Banasiak den Verein mit unbekanntem Ziel verließ. Neun Zugänge bewerben sich seit Mitte Juli auf die frei gewordenen Stellen. Patrick Stepinski spielte schon für den SV Rott in der Landes- und Mittelrheinliga. Vom Sportverein wechselte der Defensivspieler ins belgische Elsenborn, ehe Jürgen Lipka ihn vor der vergangenen Saison zum FV Haaren holte.

In der Sommerpause wechselte Stepinski mit dem Coach zurück zum SV. Sulayman Dawodu kickte in der Saison 2013/14 schon für den SV Rott. Hertha Walheim, SV Breinig, SV Eilendorf und Viktoria Arnoldsweiler hießen die weiteren Stationen, ehe der Angreifer im Sommer wieder den Weg nach Rott fand. Massimo Damköhler (Raspo Brand) und Alexander Förster (SV Breinig) bewerben sich auf die freien Stellen in der Defensive. In der hat auch Frederique Casper einen Platz gebucht. Noch laboriert er an einer Achillessehnenverletzung, steht aber vorläufig dem Chefcoach als Co-Trainer zur Seite. Die Qual der Wahl hat der Trainer zukünftig im Mittelfeld: Moritz Klein (Alemannia Aachen), Sandro Heidenthal (Jugendsport Wenau II), Ihsan Bal (Columbia Donnerberg) und Hakim Aikar (FC Düren). Kento Takeuchi (FC Düren-Niederau) ist auf der Außenbahn für den direkten Offensivbereich vorgesehen. Kurzfristig verpflichteten die Rot-Weißen in der vergangenen Woche mit dem Japaner Ihara Seiya noch einen zweiten Torwart.

Wie in den meisten Vereinen verlief auch beim SV Rott die Vorbereitung durchwachsen. Die Vorbereitungsspiele zeigten dem Coach, dass es in allen Mannschaftsteilen noch einiges zu justieren gab. Das die Mannschaft aber lernfähig ist, zeigte sich in den Vorbereitungswochen. Nach einer 7:2-Auftaktniederlage im ersten Test beim Mittelrheinligisten Viktoria Arnoldsweiler zeigten die Rot-Weißen am vergangenen Sonntag beim 3:0 Erfolg im Kreispokal gegen den Mittelrheinligisten VfL Vichttal eine Topleistung und können nach diesem Auftritt beruhigt dem ersten Meisterschaftsspiel gegen Inde Hahn entgegensehen.