Die Gärten der Eifel: Saft aus dem eigenen Obst herstellen lassen

Die Gärten der Eifel : Saft aus dem eigenen Obst herstellen lassen

Einen Garten im Garten beherbergen Christine Strauch und Torsten Bongard mit Tochter Kathrin Strauch in Konzen. In einem rund 1300 Quadratmeter großen Areal befindet sich ein rund hundert Quadratmeter großer, abgeteilter Bereich, der in erster Linie als Nutzgarten bewirtschaftet wird.

Besonders hübsch: Der Staketen-Zaun aus Kastanie an dicken Eichenpflöcken. Torsten Bongard: „Bereits meine Großmutter hatte einen derartigen Zaun um ihren Garten herum in Rurberg.“

Im rund 1300 großen Areal von Christina Strauch und ihrem Mann Torsten Bongard wächst Gemüse und Obst in Hülle und Fülle. Highlight ist ein etwa 40 Jahre alter Baum. Foto: G. Klinkhammer

In Konzen macht sich die etwas nostalgisch anmutende Einfriedung, stellenweise verziert mit einigen wenigen Metallfiguren oder auch mit zu einem Zopf geflochtenen Zwiebeln und Knoblauch, ebenfalls bestens. Der Zaun lässt an zwei Seiten Stellen offen, so dass er nicht unbedingt dort verlassen werden muss, wo er auch betreten wurde.

Im rund 1300 großen Areal von Christina Strauch und ihrem Mann Torsten Bongard wächst Gemüse und Obst in Hülle und Fülle. Highlight ist ein etwa 40 Jahre alter Baum. Foto: G. Klinkhammer

Seit fünf Jahren pflegt Christine Strauch nun das Feld. Im Frühjahr rückt sie zunächst mit dem Spaten und Harke an und bereitet die Erde für die Saat vor. Dann halten Spinat, Salat und Kartoffeln Einzug, später Stangen- und Buschbohnen, Möhren, Porree, Zwiebeln, Knoblauch, Spitz- und Grünkohl sowie Kohlrabi. Eine Himbeerhecke steht am Beet Spalier ebenso wie eine kleine Sitzecke.

Christine Strauch, die aus Konzen stammt, sagt: „Die Gartenarbeit schaute ich von meinem Vater Josef Huppertz ab.“ Die Physiotherapeutin ist davon überzeugt, dass die Gartenarbeit dem Menschen ganzheitlich gut tut. Christine Strauch: „Man bewegt den ganzen Körper und den Geist dazu.“ Kommt sie von der Arbeit und möchte einfach nur abschalten, dann führt ihr erster Weg in den Garten, wo dieses Ziel, sich abzulenken, bestens funktioniert.

Apfel- und ein Pflaumenbaum bereichern die Erntezeit, wobei ein Apfelbaum ein Kuriosum vorweist. Dieses mindestens 40 Jahre alte Exemplar macht den Anschein, als stünde es lediglich nur noch auf seiner Rinde. Ein Stamm im kompletten Sinn ist gar nicht auszumachen. Dennoch trägt dieser eigenartige Apfelbaum schöne und viele veredelte Früchte. Christine Strauch: „Der Ursprungsapfel wächst allerdings nicht mehr auf diesem Apfelbaum.“

Vom Obst lassen die Gartenliebhaber in der Regel Saft machen, dazu suchen sie die Saftpresse auf, die dieses ermöglicht. Die Pflaumen werden zum Kochen und Backen benutzt. Weiter gibt es auf dem Grundstück eine Wildwiese mit Heubock und neuerdings auch einen Wohnwagen mit kleinem Wasserfass für fünf Hühner. Der Heckenschnitt, der anfällt, wird — ebenfalls etwas nostalgisch — mit einem Fendt Baujahr 52 entsorgt.

Mit der Apfelernte verabschiedet sich der Garten bald in die Wintersaison. Auch wenn es draußen deutlich ruhiger wird, hört die Gartenarbeit nie auf. Der Grünkohl kann bis zum Februar hinein geerntet werden, bevor es wieder mit der Präparation des neuen Bodens losgeht.

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