Denkmalschutz: Saal Hütten wird auch von der Gemeinde unterstützt

Denkmalschutz: Saal Hütten wird auch von der Gemeinde unterstützt

Seit rund 130 Jahren ist der Dorfsaal Hütten Ortsmittelpunkt in Rott. Mittlerweile steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Als vor drei Jahren kein neuer Pächter für Saal und Gaststätte gefunden werden konnte, gründete sich der Förderverein Rott Saal Hütten e. V. und kümmert sich seitdem um den Erhalt des Saals.

Mithilfe des Heimatvereins Rott, einem Rotter Privatmann und der NRW-Stiftung, die dem Förderverein 100.000 Euro zur Verfügung stellte, konnte der Förderverein den Saal Hütten kaufen.

Die Gemeinde Roetgen unterstützt den Förderverein jetzt mit weiteren 10.000 Euro. Das wurde in der letzten Sitzung des Haupt-Finanz-Beschwerdeausschusses einstimmig beschlossen, nachdem der Förderverein den Wunsch zur Übernahme der Kaufnebenkosten durch die Gemeinde geäußert hatte.

„Ort braucht einen Mittelpunkt“

Die Ausschussmitglieder freuten sich über das Engagement des Fördervereins. „Ich bin begeistert, was dort in Rott auf die Beine gestellt wird. Der Ort braucht einen Mittelpunkt, und der Saal Hütten ist ein wichtiger Baustein dafür“, sagte Bernhard Müller (Grüne). Auch Onasch (SPD) unterstützte den Beschlussvorschlag: „Es fällt uns relativ leicht, dem zuzustimmen.“ Günter Severain (fraktionslos) war es wichtig festzuhalten, „dass die Mittel für den Saal freigegeben werden und nicht für den gewerblichen Teil der Gaststätte“. Bürgermeister Jorma Klauss sicherte ihm das zu. Auch Silvia Bourceau (UWG) war der Meinung, dass das ehrenamtliche Engagement der Rotter Bürger sehr ernst genommen werden und auch unterstützt werden müsse.

Die 10.D000 Euro sind außerplanmäßige Aufwendungen der Gemeinde. Kämmerer Manfred Wagemann betonte, dass man eine Deckungsmöglichkeit habe und nicht an anderen Stellen einsparen müsse.

Der Saal Hütten soll von der Gaststätte getrennt und grundlegend saniert werden. Die dafür nötigen Umbaumaßnahmen möchten die Ehrenamtlichen mit einem barrierefreien Ausbau verbinden, um die Lokalität allen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen.

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