Schwammenauel: Rursee-Rettung: Sogar die große Erdenmutter bekommt eine Einladung

Schwammenauel: Rursee-Rettung: Sogar die große Erdenmutter bekommt eine Einladung

Sie eröffneten ein Ritual am Rursee, oberhalb der Anlegestelle der Rurseeschifffahrt; eine Gruppe aus Heimbach und Umgebung verfolgte die Idee, den Rursee zu segnen. Sie hatten auf sich aufmerksam gemacht und eingeladen, tatsächlich versammelten sich am Samstag über vierzig Menschen am Treffpunkt, Männer und Frauen jeden Alters.

Sie möchten, dass der Rursee so bleibt, wie er ist. Deswegen wollten sie den Geist des Ortes, den Genius Loki, stärken. Die Initiative ging von Miriam Adams aus, das Ehepaar Laurenz und Marianne Bresgen hatte eingeladen. Die Schamanin Meiken Rongen aus Eschweiler, die auch Anästhesistin ist, erklärte: „Normalerweise mache ich solche Rituale alleine, aber ich wurde darum gebeten, es heute öffentlich zu machen. Es geht darum, dass wir unser Herz öffnen für die Erde, dass wir mit Sanftheit kämpfen.“

Sie legte ein indianisches Medizinrad, Symbole für das Leben wurden in alle Himmelsrichtungen aufgestellt. Mit einem Kind an der Hand schritt die Schamanin im Kreis und stellte Lichter auf, wobei sie die „Kräfte“ einlud, die Kraft der Sonne und des Windes, der Tiere und der Ahnen, der Sterne, den Geist aller Pflanzen, die große Erdenmutter.

Frauen und Männer um sie herum betätigten Rasseln, es wurde gesungen „der Fluss möge fließen“, es wurde getrommelt, Marianne Bresgen spielte das Didgeridoo zu Ehren der vier Elemente. Jeder konnte auf seine Weise etwas beitragen zu den Gebeten. Zum Schluss versammelten sich alle um die kleine Feuerstelle, manche hatten Speisen und Getränke mitgebracht. Ein für Außenstehende geheimnisvolles, aber irgendwo auch beeindruckendes Ritual.

(ale)
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