Kalterberherg: Rundkurs mit Wellen und Sprüngen beim „Pumptrack“ in Kalterherberg

Kalterberherg : Rundkurs mit Wellen und Sprüngen beim „Pumptrack“ in Kalterherberg

Artenschutzrechtliche „Verbotstatbestände“ wurden nicht festgestellt, und laut Lärmschutzgutachten liegt auch kein „Immissionskonflikt“ vor: Mit diesen beiden gutachterlichen Feststellungen hat der geplante „Pumptrack“ in Kalterherberg schon einmal zwei große Hürden genommen. Die Umsetzung des Geschicklichkeitsparcours für Mountainbiker direkt am Sportplatz kann also in Angriff genommen werden.

Die neue Freizeitanlage wird aber dennoch eine Weile auf sich warten lassen, weil die Zukunftswerkstatt Kalterherberg als Initiator des Projektes derzeit ein mehr als volles Auftragsbuch vorliegen hat.

Für Mountainbiker

Ein Pumptrack ist eine künstlich angelegte Mountainbikestrecke. Beim Fahren auf einem Pumptrack-Parcours wird Geschwindigkeit ausschließlich durch Gewichtsverlagerung und gezielte Zieh- und Drückbewegungen aufgebaut. Mit ein wenig Übung kann der Track ganz ohne Pedalumdrehung durchfahren werden. Spaß und Fitness stehen im Vordergrund. Ein Pumptrack ist als Rundkurs meist aus Erde oder Lehm geschaffen. Manchmal ist er auch mit Wellen und weiteren Elementen wie Steilwandkurven oder Sprüngen ausgestattet. Neuere Varianten von Pumptracks werden mit harten Oberflächenmaterialien wie Asphalt oder Beton gestaltet, was die Instandhaltung erleichtert.

0,7 Hektar groß

Das Plangebiet in Kalterherberg umfasst eine Fläche von rund 7000 Quadratmetern. Die Stadt Monschau hat die beiden Flurstücke erworben und stellt sie der Zukunftswerkstatt für die Umsetzung des Projektes zur Verfügung.

Der Monschauer Bau- und Planungsausschuss stimmte jetzt der dafür erforderlichen Änderung des Flächennutzungsplanes einstimmig zu, auch weil die bereits vorhandene Infrastruktur mit angegliedertem Sportplatzgelände dem Vorhaben entgegenkommt.

Die Stadt sieht in diesem Angebot im Rahmen der „touristischen Weiterentwicklung“ eine Chance, den 2100-Einwohner-Ort Kalterherberg als „radtouristischen Schwerpunkt“ zu etablieren.

Die Nutzung der Pumptracks erfordert keine besonderen Fertigkeiten und soll den Bedürfnissen von Familien und Kindern entsprechen. Die Anlage in Kalterherberg soll über einen Kinder-Pumptrack, einen Fahrtechnikbereich, einen Sprungbereich und einen Aufenthaltsbereich verfügen. Eine Fahrradwaschanlage, abschließbare Fahrradboxen, Umkleide- und Geräteraum sowie eine E-Bike-Schnellladestation sollen das Angebot im Servicebereich ergänzen.

Betreiber: Zukunftswerkstatt

Betrieben und betreut werden soll die neue Freizeitanlage von der Zukunftswerkstatt Kalterherberg. Zur Finanzierung des Vorhabens, erläutert Willi Henken von der Zukunftswerkstatt Kalterherberg, sollen auch Fördermöglichkeiten in Anspruch genommen werden.

Mit dem Beginn der Umsetzung sei aber frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2018 zu rechnen. Für die Zukunftswerkstatt habe zunächst der Walderlebnisparcours „Kölsch Kier“ im Perlenbachtal Priorität, dessen Eröffnung am kommenden Sonntag im Rahmen des Narzissenfestes stattfinde (siehe Ankündigung auf weiterer Lokalseite).

Anschließend stehe dann als nächste Aufgabe die Vorbereitung des Besuch der Bereisungskommission zum Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ an. Dieser Termin findet am Donnerstag, 7. Juni, statt.

(P. St.)
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