Vossenack: Rückblick auf den Krieg und Mahnung zu Frieden

Vossenack: Rückblick auf den Krieg und Mahnung zu Frieden

„Tote Soldaten sind niemals allein - Denn immer werden treue Kameraden bei ihnen sein!” So steht es auf der Tafel vor der Gedenkstätte der „Windhund-Division” geschrieben. Soldaten der 116. Panzerdivision, genannt Windhunde, kämpften im zweiten Weltkrieg auch im Hürtgenwald. Der von Nazi-Deutschland begonnene Krieg ließ im Winter 1944/45 den Hürtgenwald zum Schlachtfeld werden.

Die Gedenkstätte in Vossenack, die 1966 errichtet und von der Bildhauerin Annemarie Suckow von Heyendorff geschaffen wurde, soll jede Generation daran erinnern, wie unnütz Krieg ist und wie wichtig es ist, in Frieden zu leben.

In jedem Jahr, am zweiten Sonntag im Oktober, legen die Mitglieder des in Vossenack gegründeten Fördervereins „Windhunde mahnen zum Frieden”, Soldaten und Veteranen der ehemaligen „Windhund-Division” Kränze nieder. So traf man sich nun bereits zum 43. Mal an der Gedenkstätte in Vossenack, um der Verstorbenen, Verwundeten, aber auch deren Angehörigen und all der anderen Opfer des Krieges zu gedenken.

„Es ist unsere Zukunftsaufgabe, der Verstorbenen des Zweiten Weltkrieges zu gedenken, damit wir in Freiheit und Frieden leben können”, betonte Helmut Rösseler, Vorsitzender des Fördervereins in seiner Rede. Und auch Gastredner Mario Kremer von der Offiziersschule des Heeres aus Dresden stimmte mit ein: „Tradition bedeutet eine Flamme zu erhalten und nicht Asche zu bewahren!” Mit dem anschließenden Gottesdienst wurde das Gedenken abgeschlossen.

In diesem Jahr erstrahlte die Anlage der Gedenkstätte in neuem Glanz. Der Bauhof des Kreises Düren hat die Wege wieder befestigt, Schreinermeister Hubert Breidenich gab den Infotafeln ein neues Gesicht und Kurt Wendt, ein Veteran der „Windhund-Division”, steuerte alte Bilder und Dokumente bei.

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