Monschau: Rotary Oldtimer Days in Monschauer Altstadt

Monschau : Rotary Oldtimer Days in Monschauer Altstadt

Alte Autos in einer historischen Stadt: Diese ideale Kombination macht Monschau regelmäßig zum gefragten Ziel für Oldtimer-Ausfahrten. Das gilt auch für die Rotary Oldtimer Days in Monschau (RODM), die der Rotary Club Monschau-Nordeifel jetzt bereits zum siebten Mal veranstaltete.

Zwei Tage lang stand der historische Ortskern ganz im Zeichen wunderschöner und top-gepflegter Oldtimer, die bei idealem Spätsommerwetter ihren Glanz zeigen konnten. Im malerischen Eifelort boten die rund 50 Fahrzeuge für zahlreiche Besucher einen viel bestaunten Blickfang. Seit dem Jahr 2006 findet das Treffen hier im Zweijahres-Rhythmus statt.

Immer wieder ein schönes. Foto: P. Stollenwerk

Die Nostalgie lebte wieder auf, denn die Rotary Oldtimer Days sollen an das legendäre Burgringrennen erinnern. Zwischen 1948 und 1952 waren die Straßen der Altstadt Austragungsort des Rennens für Motorräder und Motorradgespanne. Kaum vorstellbar, dass es zu dieser Veranstaltung rund 40.000 Besucher in die Stadt zog, und die Zweiräder mit unbeschreiblichem Lärm und bis zu 90 Kilometer schnell durch die schmalen Gassen rasten.

Viel Beifall

Am Samstagmittag war das Fahrerfeld in Eschweiler zu einer Eifelausfahrt gestartet. Als sich die ersten Fahrzeuge dann ab 16 Uhr knatternd über das Altstadtpflaster in Richtung Marktplatz bewegten, wurden sie von Hunderten Zuschauern, die es sich im sonnendurchfluteten Zentrum gemütlich gemacht hatten, mit viel Beifall empfangen. Im Start-und Zielbereich versorgte Moderator Josef Krings die Zuschauer mit fachlichen und detaillierten Informationen über die Autos und Fahrer.

„Noch schöner wäre es, wenn man direkt vor Ort alle Fahrzeuge den Zuschauern präsentieren könnte“, meinte der Moderator, der unter den Teilnehmern auch Prof. Dr. Mario Theissen aus München begrüßte. Der Ex- BWM-Motorsportdirektor und gebürtige Monschauer ist seiner Heimatstadt nach wie vor eng verbunden und hatte daher auch gerne die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen.

Nachdem er seinen BMW-Oldtimer (Baujahr) am Aukloster geparkt hatte, mischte er sich unter die Monschauer und genoss das Wiedersehen mit alten Freunden. In seinem Grußwort schrieb er, dass die Eifeldörfer und die Monschauer Altstadt immer wieder „die perfekte Bühne“ für die Veranstaltung bieten würden.

Die RODM erheben den Anspruch, wirkliche Oldtimer zu präsentieren, und so werden bei der Starterliste auch ältere Fahrzeuge bevorzugt. So konnten die Zuschauer auch eine Vielzahl von seltenen Fahrzeugtypen aus den 1930er Jahren bestaunen. Oldtimer bis Baujahr 1946, Oldtimer bis Baujahr 1966 und Oldtimer bis Baujahr 1976 waren in drein Gruppen am Start.

Für den guten Zweck

Ebenso ist es auch ein zentrales Anliegen der RODM, dass alle Einnahmen und Spenden einem guten Zweck zugeführt werden. In diesem Jahr unterstützt der Rotary-Club Monschau-Nordeifel den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst in der Region Aachen.

Auf einen Teilnehmer der Rallye aber wartete der Moderator vergeblich. Ein neunsitziges Landrover-Feuerwehrfahrzeug (Baujahr 1969) erreichte Monschau nicht. Dessen Fahrer, von Beruf Feuerwehrmann, wurde unterwegs zu einem Einsatz gerufen, was eine Kehrtwende und das abrupte Ende der Ausfahrt bedeutete.

Alle Teilnehmer aber waren nach einer Nacht in Monschau am Sonntagmorgen wieder am Start. Im Minutentakt brachen die Oldtimer erneut zu einer Eifelrundfahrt auf. Vom Marktplatz aus wurden sie in Anwesenheit von Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter und Schirmherr Mario Theissen auf die Reise geschickt.

Ehe die Fahrzeuge am Nachmittag wieder eintrafen, spielte sich ein spannendes und unterhaltsames Rahmenprogramm ab. Der Treckerverein Monschauer Land präsentierte alte Schätzchen, und viermal wurde es extrem laut rund um den Marktplatz, als einige historische Motorräder aufdrehten und in Erinnerung an das Burgringrennen zur Begeisterung der Zuschauer ihre Runden drehten.

(P. St.)
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