Eicherscheid: Ross und Reiter trotzen widrigen Bedingungen gleich doppelt

Eicherscheid: Ross und Reiter trotzen widrigen Bedingungen gleich doppelt

Das hoffnungslose Regenwetter war am Sonntag in aller Munde. So manche Veranstaltung im Monschauer Land hatte darunter zu leiden oder fiel buchstäblich ins Wasser.

In Eicherscheid erwiesen sich die Pferdefreunde wieder mal als äußerst wetterfest: Zum Kaltblutfestival des Reit- und Fahrvereins kamen 95 Prozent der angemeldeten Teilnehmer.

Die Zuschauer kauerten sich unter das Dach am Verpflegungsstand, und die „Dicken” lösten ihre Aufgaben. Da war zunächst eine lange Holzstange durch einen Parcours zu ziehen, auf das gute Augenmaß des Führers an der Leine und auf den Gehorsam des Pferdes kam es an. Hierbei machte es Stefan Rau mit Bijou am besten, Zweiter wurde Norbert Bon mit Marky, und Jean-Paul Heck erreichte mit Max Platz drei.

Holzstangen ablegen

Als nächstes hieß es, die Holzstange in einer genauen Position abzulegen, hierfür wurde ein Zeitlimit gesetzt. Dirk Zöll und Wotan war das beste Gespann, in harmonischer Teamarbeit absolvierten sie ihre knifflige Aufgabe; es folgten Jean-Paul Heck mit Max und Norbert Bon mit Marky.

Ihre Kraft stellten dann die Kaltblutpferde beim Zugleistungswettbewerb unter Beweis: Das Gewicht wurde bei jeder Runde gesteigert. Die Kaltblüter warfen sich ins Geschirr und zogen den Schlitten übers nasse Gras. Stefan Rau und Bello freuten sich über den Sieg; Dirk Zöll wurde mit Wotan Zweiter, und auf Platz 3 sah man Stefan Rau mit Bijou.

In der Gesamtwertung wurde Stefan Rau Tagessieger vor Jean-Paul Heck, der im vorigen Jahr der Beste war; Dritter wurde Dirk Zöll.

Ausgeklügelter Parcours

Veranstalter und Gäste waren der Meinung, dass man aus dem verregneten Tag das Beste gemacht habe und es trotz allem ein erfolgreiches Kaltblutfestival gewesen sei.

Und das Kaltblut-Festival war noch längst nicht alles: Für Freizeitreiter hatte der Reit- und Fahrverein Eicherscheid ein interessantes Turnier ausgeschrieben. Und wenn er besseres Wetter bestellt hätte, wären sicher viel mehr Reiter gekommen.

Immerhin fanden sich am Sonntag bei Dauerregen noch 13 Starter ein, die sechs Teams bildeten. Zunächst machten sie sich auf den Weg ins Gelände, wo während einer Rallye Geschicklichkeitsaufgaben zu lösen waren. Danach wartete ein ausgeklügelter Parcours auf sie: Über eine blaue Plane wollte so manches Pferd nicht gehen, sie sah in den Augen des Pferdes wahrscheinlich gefährlich aus, wie tiefes Wasser.

Wendigkeit wurde in einem anderen Hindernis verlangt, und schließlich musste man durch einen Vorhang mit flatternden Bändern hindurch reiten. Es kamen recht unterschiedliche Ergebnisse zustande, weil Pferde nun mal ihren eigenen Charakter und eigene Vorlieben haben. Was dem einen Pferde zuwider ist, nimmt das andere ganz gelassen hin.

„Easy Rider” nannte sich das Siegerteam, dem Janina Jung, Elena Bergner und Kim Nötzel angehörten. Auf den zweiten Platz kamen „Die Joker”, Kerstin Schmidt und Melanie Carl. Das Team „Rode Ranch” mit Kathrin Wollgarten und Michael Förster wurde Dritter.

In der Einzelwertung siegte Jasmin Franzen auf Lucas vor Andreas Carls auf Gina und Kim Nötzel auf Ginger. Heißer Kakao war anschließend heiß begehrt, und das Helferteam bekam wieder ein hohes Lob für sein Durchhaltevermögen.

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