Monschau: Rosenthal: Ferienwohnungen statt Hotel

Monschau : Rosenthal: Ferienwohnungen statt Hotel

Vor ziemlich genau elf Jahren, Anfang März 2007, präsentierten Vertreter der Stadt Monschau und der niederländischen Investorengruppe Snippe bei der Internationalen Tourismusbörse in Berlin ein spektakuläres Bauprojekt: Enthüllt wurde das Modell eines sechsstöckigen Hotelgebäudes direkt am Ufer des Rurbogens im Monschauer Rosenthal.

Von 35 Millionen Euro Investitionssumme auf dem ehemaligen RWE-Betriebsgelände war seitens der eigens gegründeten „Hotel Entwicklungsgesellschaft Monschau mbH“ damals die Rede. Die Luxusherberge, die unter dem Projektnamen „Parkhotel Riverside“ und später „Vitadome“ geführt wurde, ist aber bekanntlich ein Luftschloss geblieben.

Das ehemalige RWE-Betriebsgebäude soll nach der Umgestaltung zu 14 Wohneinheiten sein äußeres Erscheinungsbild kaum verändern, wird aber durch einen Anbau (re.) ergänzt. Zeichnung: Architekturbüro Maahsen.

Jetzt aber kommt wieder Bewegung auf das seit 15 Jahren brach liegende Gelände im Rosenthal. Der interessierte Beobachter nimmt hier bereits seit geraumer Zeit Aktivitäten wahr, angefangen von einem kräftigen Rückschnitt der Gehölze bis hin zu ersten vorbereitenden Bautätigkeiten.

Der neue Gesellschaftseigentümer, eine Immobiliengesellschaft mit Sitz in Niederkrüchten, plant unter der Firmenbezeichnung „Äuchen am Rosenthal GmbH“ eine Umwandlung des Betriebsgebäudes in Ferienwohnungen. Insgesamt 14 Wohneinheiten sollen hier entstehen. Eine Wohneinheit soll fest vermietet werden.

Die planungsrechtliche Grundlage für die Umnutzung kann aber erst durch die Aufstellung eines Bebauungsplans geschaffen werden. Einem solchen vorhabenbezogenen Bebauungsplan als Voraussetzung für den Baubeginn stimmte jetzt auch der Monschauer Bau- und Planungsausschuss nach kurzer Beratung zu.

„Da sich das Hotelprojekt ja leider nicht verwirklichen ließ“, stelle der neue Bebauungsplan eine gute Alternative dar“, bewertete Hilmar Weber (CDU) das Vorhaben, und auch Gregor Mathar (SPD) zeigte sich erfreut darüber, „dass sich ein neuer Eigentümer gefunden hat“.

Auf eine entsprechende Anfrage von Kurt Victor (FDP), ob im Rosenthal bereits mit der praktischen Umsetzung des Vorhabens begonnen worden sei, antwortete Bürgermeisterin Margareta Ritter, dass „laut Aussage des beauftragten Architekten noch keine baulichen Aktivitäten stattfinden“.

Kleines Hotel

Wenn aus dem RWE-Betriebsgebäude einmal Ferienwohnungen geworden sind, wird sich das äußere Erscheinungsbild des rechtwinkeligen langgezogenen Gebäudekomplexes kaum verändert haben.

Dies gilt auch für das ebenfalls auf dem Grundstück befindliche ehemalige Verwaltungsgebäude. Das von der Substanz her noch recht gut erhaltene zweistöckige Gebäude mit seinen markanten Bruchsteingiebeln soll in einem zweiten Bauabschnitt zu einem kleinen Hotel mit Wellnessbereich umgebaut werden.

Zur Hofseite hin ist zudem noch ein Anbau vorgesehen. Beim dritten auf dem Grundstück befindlichen Objekt handelt es sich um ein baufälliges Nebengebäude, das einmal als offener überdachter Pkw-Stellplatz diente und nun kurzfristig abgerissen werden soll.

(P. St.)
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