Viele Teilnehmer: Roetgener Wandertage sind ein Erfolg

Viele Teilnehmer : Roetgener Wandertage sind ein Erfolg

Zum zweiten Mal fanden am Wochenende die „Roetgener Wandertage“ der Roetgen-Touristik statt. 40 Eifelbegeisterte waren am Samstagmorgen zur Wanderstation gekommen, um die erste von drei Wanderungen zu bestreiten, die die Touristik gemeinsam mit dem Eifelverein auf die Beine gestellt hatte.

Die erste 15 kilometerlange Wanderung führte die Gruppe unter der Leitung von Renate Bongard „Rund um Roetgen“. Vom Eifelsteig am Ortseingang wanderte die Gruppe in Richtung Talsperre, über den Kuhberg, hin zum Wildschweingehe, über die B 258 zum belgischen Misch- und Laubwald im Weserbachtal und dann zu dem dort gelegenen „Bassengeschen“, das früher einmal als Freibad diente.

Am Westwall trafen die Erholungssuchenden auf Vertreter des Heimat- und Geschichtsvereins Roetgen, die eine zeitgeschichtliche Ordnung vorbereitet hatten und auf die hohe historische Bedeutung Roetgens hinwiesen. Vor 73 Jahren befreiten die amerikanischen Alliierten Roetgen als ersten Ort in Deutschland vom Faschismus.

„Was Roetgen zu bieten hat“

Neben „Wiederholungstätern“, die bereits im letzten Jahr mitgewandert waren, waren auch viele neue Wanderer dazugekommen. So hatten Georg und Gisela aus Konzen ihre Freunde aus Kerkrade mitgebacht: „Wir kennen die Strecke nur teilweise. Wir sind gespannt, was Roetgen so zu bieten hat.“

Für den Sonntag standen zwei weitere Wanderung auf dem Plan, wovon eine vom zertifizierten Waldführer Hans-Jürgen Moll geleitet wurde: „Ein Erlebnis ist neben dem leichten Sport vor allem die herbstliche Landschaft und das tolle Wanderwetter“, sagte Moll.

Den Eifeler Herbst erlebten die Wanderer bei der „Drei Dörfer Tour“, die auf 15 Kilometern die Roetgener Ortsteile Roetgen, Rott und Mulartshütte verband. Zeitgleich zur „Drei Dörfer Tour“ fand die 16 Kilometer lange Wanderung „Roetgens Wilder Westen“ statt, die durch die westliche Wald- und Wiesenlandschaft Roetgens führte.

Der Vorsitzende der Roetgen-Touristik, Stamos Papas, freute sich in seiner Begrüßungsrede über die vielen Anmeldungen für die zweiten Roetgener Wandertage: „Wir freuen uns, dass Sie so zahlreich erschienen sind. Sinn und Zweck ist, dass Sie Roetgen besser kennenlernen und dass die Landschaft, die Sie sehen, Sie entspannen wird. Wenn man in der Eifel etwas zweimal macht, ist es eine Tradition. Viel Spaß bei unserer traditionellen Herbstwanderung.“

Der stellvertretende Bürgermeister Helmut Mulorz freute sich über „bestes Wanderwetter“ und konnte gleichzeitig eine Entwarnung aussprechen, was den Besuch bei den Wildschweinen im Schwarzwildpark anbelangte: „Wir hatten Sorge, dass unsere Schweine aufgrund der Afrikanischen Schweinepest Einfluss auf die Wanderung nehmen könnten.“ Dem sei aber nicht so gewesen.

Papas möchte die Wandertage nutzen, um Roetgens „Nur-ein-Durchfahrtsort-Stempel“ loszuwerden: „Wir haben hier in Roetgen eine traumhafte Natur. Mit den Wandertagen wollen wir sagen: ‚Hier ist schon Eifel. Eigentlich müsst ihr nicht unbedingt weiterfahren‘.“

Laut Papas sei der Tourismus mittlerweile ein Wirtschaftsfaktor für Roetgen. Deswegen hatten zwei Thermenbetriebe aus der Region das Sponsoring für die Wandertage übernommen.

Mit einem Kombiticket konnten Interessierte für einen Rabattpreis eine der Wanderungen samt einem Thermenaufenthalt erstehen.

Wachsende Teilnehmerzahl

Innerhalb weniger Stunden waren diese Tickets vergriffen, was den Vorsitzenden freute: „Wir haben dazugelernt und unsere Teilnehmerzahl ist gewachsen. Es spricht wenig dagegen, das 2019 wieder so zu machen.“

Mehr von Aachener Nachrichten