Roetgen: Roetgener Schützen lassen Kirmes-Tradition aufleben

Roetgen : Roetgener Schützen lassen Kirmes-Tradition aufleben

Alle Jahre wieder in der Hubertuswoche: Die St.-Hubertus-Schützenbrüderschaft Roetgen hat ihre Kirmes in der Schießhalle direkt neben dem Sportplatz gefeiert. Pünktlich um 19.30 Uhr begann das seit Jahren beliebte Fest, das die aus der Region stammende Band „Enjoy“ musikalisch eröffnete.

Nach dem Ehrentanz, an dem alle Majestäten des Jahres 2017 teilnahmen, wurden Ehrungen verdienter Mitglieder sowie Beförderungen ausgesprochen. Stefan Krott erhielt eine Ehrennadel für seine 60-jährige Mitgliedschaft bei den Roetgener Schützen sowie Hans Pitz, der seit 40 Jahren ein fester Bestandteil des Vereins ist. Seit einem Vierteljahrhundert sind Erwin und Maria Kleiber, Ralf Mandelarz und Dieter Cremer bei den St.-Hubertus-Schützen aktiv. Waltraud und Klaus Lindemann erhielten die Beförderung zum Hauptmann.

Für die Roetgener Schützen war die Kirmes am vergangenen Wochenende, zu der das ganze Dorf eingeladen war, ein erster Versuch, die Tradition einer Kirmes wiederaufleben zu lassen. Damals sei die Kirmes der Schützen „das letzte große Event vor der Winterruhe gewesen“, so Ursula Huppertz, Vorsitzende des Vereins. In Zeiten, in denen die Menschen immer mehr arbeiten müssten und ein Überangebot an Freizeitaktivitäten bestünde, wäre diese Tradition „langsam eingeschlafen“.

Aufgrund von finanziellen Engpässen konnte der Verein das Festzelt, das eigentlich der Austragungsort einer festlichen Schützenkirmes sei, nicht mehr halten. Umso glücklicher zeigte sich die Vorsitzende Huppertz, dass man für die diesjährige Kirmes viele Sponsoren aus Roetgen gewinnen konnte: „Unsere Königin Vera Cremer und ihr Mann Dieter haben viel Engagement gezeigt. Die Resonanz der Geschäftsleute war super.“

Bezirksschülerprinz stammt aus dem Verein

Auch bei dieser Veranstaltung der Roetgener Schützen wurde das Wort „Freundschaft“ in den Mittelpunkt gestellt. So kamen die Schützenbrüder aus Rott, Venwegen und Simmerath zahlreich, um gemeinsam den Namenstag des heiligen Hubertus und die dazugehörende Kirchweihe zu feiern.

Über die enge Freundschaft mit den Schützen aus Simmerath ist Huppertz sehr glücklich: „Wenn bei uns ein Fest ansteht, machen die bei uns den Thekendienst, und wenn in Simmerath gefeiert wird, machen wir das. Das klappt immer super, und so kommen viele Leute zusammen.“

Der Auftritt von Christian Haas, der „ne janz normale Jeck“ ist, rundete den festlichen Abend gelungen ab.

Zum Jahresabschluss resümierte die Vorsitzende Huppertz, dass ein gutes Jahr hinter den St.-Huberts-Schützen liege. Besonders stolz sei man, dass der Bezirksschülerprinz nach einer langjährigen Pause wieder aus dem eigenen Verein stammt. Stephan Cosler vertritt alle jungen Schützen aus dem Monschauer Land und repräsentiert den Roetgener Verein vorbildlich, so Huppertz.

Gerne blickt der Verein auch schon auf das kommende Jahr, da dann das 125-jährige Bestehen des Vereins ansteht. Ein Festgottesdienst, eine Schießwoche wie im Jahr 2010 und eine große Feier am Pfingstwochenende sind bereits fest im Kalender eingeplant.

(kfr)
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