Roetgen: Roetgener Handballdamen enttäuschen beim Vorletzen

Roetgen : Roetgener Handballdamen enttäuschen beim Vorletzen

Eine 30:35-Niederlage bei der HSG Siebengebirge, dem Tabellenvorletzten der Oberliga, hatten die Handballdamen des TV Roetgen nicht auf dem Zettel, denn 35 Gegentore hatte die Roetgener Abwehr in dieser Saison noch nicht annähernd hinnehmen müssen. Negativer Rekord waren bisher die 25 Gegentore von Westwacht Weiden.

Roetgens Trainer Eric Ortmann suchte nach Erklärungen: „Ich weiß auch nicht, was los war. Die Mädels haben sich bemüht, aber zu keinem Zeitpunkt richtigen Zugriff bekommen.“

Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich mit mehr als einem Tor absetzen. Erstmalig gelang den Gastgeberinnen in der 23. Minute eine Führung mit zwei Toren. Den 12:10-Vorsprung konnte Inga Schüler wieder egalisieren. Beim Seitenwechsel führte der Tabellenvorletzte 15:12 und erhöhte nach Wiederbeginn auf 16:12. Anne Fischer, Kristina Plum und Lisa Cosler verkürzten auf 15:16.

In den nächsten Minuten trafen die Einheimischen besser, während die Roetgenerinnen sich überhastete Torabschlüsse leisteten. Nach der 21:16-Führung der HSG entschied sich der Roetgener Coach für ein Team-Time-out, nach dem es gelang, auf 21:24 zu verkürzen. Im weiteren Spielverlauf steckten die rot-gelben Damen nie auf, jedoch liefen sie immer der Führung hinterher.

Nachdem Roetgens Neuzugang Magdalena Matlinska fünf Minuten vor Spielende auf 25:31 verkürzt hatte, traf die HSG zum 32:25 und stellte die Zeichen auf Sieg. Für den Tabellenvorletzten waren die 35 erzielten Tore eine sensationelle Leistung, denn er stellt mit bisher 422 Toren die zweitschlechteste Offensive der Liga. Kurios, dass der Tabellenzweite TV Roetgen mit 420 Toren noch weniger traf. Stärke der Roetgenerinnen ist die konsequente Abwehr, die bisher nur 359 Gegentore zuließ — Ligabestwert.

Zum letzten Heimspiel erwarten die Roetgenerinnen am Samstag (Anwurf 17.45 Uhr) in der Halle an der Rosentalstraße den Tabellendritten TSV Bonn II, der nur noch theoretische Chancen hat, den Roetgenerinnen die — leider wertlose — Vizemeisterschaft streitig zu machen.

Herren steigen ab

Da der Tabellendrittletzte SV Eilendorf schon am Samstag einen 31:28-Sieg bei Schwarz-Rot Aachen II landete, hätten die Herren des TV Roetgen sich am Sonntag die Reise zu VfL Bardenberg II sparen können, denn der Abstieg der Rot-Gelben aus der Kreisliga Aachen/Düren stand damit fest. „Wir wollten uns mit einer vernünftigen Leistung verabschieden, aber auch am Ende der Saison stellen wir keine geschlossene Mannschaft, die alles gibt“, konstatierte Co-Trainer Timo Goblet nach der deutlichen 26:36-Niederlage in Bardenberg.

Nach torarmem Beginn zogen die Rot-Gelben auf 6:4 davon. Im weiteren Verlauf trafen die Einheimischen besser, kamen zum Ausgleich (8:8) und nahmen einen 15:10-Vorsprung mit in die Pause. Auch in der zweiten Halbzeit fanden die Roetgener gegen die Gastgeber nicht den Rhythmus. Eine 24:15-Führung bauten sie auf 27:16 aus und sorgten für klare Verhältnisse. Im vorläufig letzten Heimspiel in der Kreisliga erwartet der TV am Samstag (Anwurf 19.45 Uhr, Halle an der Rosentalstraße) den Tabellendritten Schwarz-Rot Aachen III. Dass die Rot-Gelben sich siegreich verabschieden, ist nicht zu erwarten.

Saisonabschluss

Der TV Roetgen dankt allen Sponsoren und Fans für die Unterstützung in der Saison. Die Spieler würden sich freuen, zu den letzten Heimspielen noch einmal viele Zuschauer begrüßen zu dürfen. Für das leibliche Wohl beim Saisonabschluss ist wie immer bestens gesorgt.

(kk)