Vogelschuss in Roetgen: Karl-Heinz Linzenich zum zweiten Mal König

Vogelschuss in Roetgen : Brudermeister Karl-Heinz Linzenich zum zweiten Mal König

Mit einem erfolgreichen Vogelschuss am Vatertag, bei dem zwei neue Majestäten ermittelt wurden, ist der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft perfekt die Einstimmung auf die bevorstehende Pfingstkirmes gelungen.

„Es ist gut gelaufen, es gab diesmal keinen endlosen Schießmarathon“, bilanzierte die langjährige Geschäftsführerin Ursula Huppertz das Tagesgeschehen positiv und zeigte sich mit der Resonanz zufrieden. Schon der Auftakt erwies sich prächtig: Unter den Klängen der Musikvereinigung Roetgen und des Spielmannszuges Roetgen galt es, die noch amtierenden Majestäten Thorsten Cosler, Stephan Cosler und Alexandra Ruth am Pfarrheim „De Kerchbröck“ abzuholen und sie zur Schießhalle zu geleiten.

Hauptziel am Nachmittag war dort das Schießen um die „Neuen.“ Die Spannung am Schießstand wuchs, es waren zahlreiche Besucher gekommen, die sich den Wettkampf nicht entgehen lassen wollten. Mit dem Prinzenschießen ging es los. Wie Ursula Huppertz sagte, habe man ein hartes, aber faires Schießen erleben können. Mit dem 37. Schuss gelang es Stephan Cosler (bisher Schülerprinz), dem Holzvogel den Garaus zu machen und den Rest zu besorgen. Der fiel wie ein Stein zu Boden, großer Jubel, denn „der junge Cosler“ ist fürderhin Jungschützenprinz und Nachfolger von Alexandra Ruth.

Cosler, ein erfolgreicher Schütze, denn zweimal war er Schülerprinz, zweimal sogar auf Bezirksebene und in diesem Jahr als Jungschützenprinz ganz oben. Wer wird die Nachfolge von Thorsten Cosler als Schützenkönig antreten? Am Schießstand war Ruhe spürbar. Schafft Cosler es noch einmal? Kann er Schützenkaiser werden? Nun, die Antwort auf die Fragen waren mit dem 71. Schuss klar gegeben: Brudermeister Karl-Heinz Linzenich konnte unter großem Jubel als neue Majestät gefeiert werden. Gegen seinen gezielten Schuss hatte der Holzvogel klar das Nachsehen.

Einer der ersten Gratulanten war sein Vorgänger und Noch-Amtsinhaber Thorsten Cosler. „Ich freue mich, dass Karl-Heinz mein Nachfolger ist“, sagte er. Und der neue König, an den Rollstuhl gefesselt, bestätigte im Gespräch danach unserer Zeitung: „Ich war vor 25 Jahren zum ersten Male König, allerdings noch nicht im Rollstuhl. Jetzt freue ich mich sehr, wieder ganz vorne zu stehen.“ Er habe sich die Frage gestellt, ob er das wohl schaffen würde. Die Antwort: „Meine Frau ist früh verstorben, meine drei Kinder habe ich alleine erzogen, ich denke mal, ich werde es nun auch als König schaffen“, lachte Karl-Heinz Linzenich und ließ sich feiern. Apropos feiern: „Die Dedenborner Schützen und die Roetgener Feuerwehr haben bei uns den Dienst an den Theken versehen. Dafür möchte ich mich bedanken“, so Ursula Huppertz, die bereits auf das Programm der Pfingstkirmes verwies.

Freitag, 7. Juni, trifft man sich um 19.30 Uhr bei der neuen Majestät zum Schmücken. Am Tag darauf, Samstag, 8. Juni, sind gleich mehrere Aktivitäten zu absolvieren. Um 18 Uhr geht es zur Residenz der beiden neuen Würdenträger, um sie abzuholen und zur Schießhalle zu geleiten, wo um 20.30 Uhr die Verabschiedung von Thorsten Cosler und Alexandra Ruth auf dem Programm steht. Deren Ketten wechseln die Besitzer, gehen bei der Inthronisation an König Karl-Heinz Linzenich und Jungschützenprinz Stephan Cosler.

Dann folgt die große Stunde für die beliebte Liveband „Enjoy“, die mit alten, neuen und bekannten Songs und Ohrwürmern für gute Stimmung sorgen wird. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Wichtig: Am Pfingstmontag gibt es keinen Frühschoppen in der Schießhalle.

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