Termin für Festival „Rock in Rott“ 2020 steht schon fest

Nur Gewinner bei „Rock in Rott“ : Termin für das dritte Festival im kommenden Jahr steht schon fest

Das zweite „Rock in Rott“-Festival am letzten August-Wochenende hat viele strahlende Gesichter hinterlassen. Die Organisatoren ernteten viel Lob von den begeisterten Besuchern, die sechs Bands fühlten sich überaus wohl in Rott, und nach Lage der Dinge wird ein Betrag von über 40.000 Euro als Spende für sieben wohltätige Vereine und Organisationen als Erlös herausspringen.

Der größte Teil davon, nämlich knapp die Hälfte wird, wie zuvor bekanntgegeben, an die gemeinnützige Organisation Fightback against Poverty gehen, die vor zwei Jahren von Avdo Iljazovic, erfolgreicher Stürmer beim Fußball-Landesligisten SV Rott, und dem Rotter Geschäftsmann Andreas Schindler gegründet wurde.

Der Verein widmet sich der schnellen Unterstützung von Kindern und Familien in höchster Not, sei es durch Krankheiten, Hunger, Armut, Kriege, Katastrophen oder Ausbeutung. „Wenn staatliche Stellen zu langsam sind oder keine Unterstützung bieten, sind wir da, um zu helfen. Uns gibt es noch nicht lange, jedoch unterstützen wir bereits Menschen unter anderem in Deutschland, Somalia, Togo, Kenia, Ghana und Bosnien, die keinen Ausweg mehr sehen“, heißt es auf der Internetseite von Fightback against Poverty. „Mit der Spende von diesem jahr möchte ich unsere gerade gegründete Schule für Talente in Ghana unterstützen und am Laufen halten“, kündigte Andreas Schindler an.

Schindler hatte auch musikalisch bei „Rock in Rott“ mit einem Kurzauftritt für ein erkleckliches Aufstocken der Spendensumme gesorgt. Ende letzten Jahres hatte er einem Kollegen aus England angekündigt, sich nach seinem Berufsleben mehr Zeit für sein Hobby Musik nehmen werde. Ein Wort gab das andere, und am Ende stand die Aussage des Kollegen: „Wenn du bei deinem Festival selbst auftrittst, gibt’s von mir 3000 Euro für Euren Spendentopf!“ Das forderte Andreas Schindler geradezu heraus: Er nahm seit Januar Gesangs- und Gitarrenunterricht und scharte erfahrene Musikerinnen und Musiker um sich. „Ich wollte mich da jetzt auch nicht blamieren.“

Gemeinsam mit Andrea Büscher als Lady Gaga ging Festival-Initiator Andreas Schindler auf die Bühne und sang Bradley Coopers Hit „Shallow“. Gitarrist Mike Wu sowie Joshua Dragas und seine Geigenlehrerin Gertrud Schmidt unterstützten das Duett. Foto: Elmar Cuepper

Am Samstag dann, kurz nach dem finalen Auftritt der Beatles-Tribute-Band Help!, ging es, mit dem Herz in der Hose, auf die Bühne. Gemeinsam mit Andrea Büscher als Lady Gaga gab Schindler den Bradley Cooper und sang den Oscar-prämierten Hit „Shallow“. An der Seite des Gesangsduos lieferten sein Gitarrenlehrer Mike Wu sowie Geigner Joshua Dragas und seine Geigenlehrerin Gertru Schmidt den passenden musikalischen Teppich. „Es hat riesig Spaß gemacht und das Publikum hat richtig Stimmung gemacht“, freute sich Andreas Schindler. Der Wettpartner bekam das Ganze als Video geschickt und wird sicherlich seine Wettschulden bald begleichen.

Über den stolzen Erlös, der in erster Linie durch die drei Hauptsponsoren „Bauer+Kirch“, „m3-connect“ und „edynamics“ ermöglicht wurde, freuen sich neben Fightback against Poverty die Gruppen „ab & p“ (Autismus, Behinderung und Perspektive), die Vereine Herzkrankes Kind und Homecare Aachen, die Klinikclowns, die Hazienda Arche Noah und das Kinderhospiz Aachen, die sich bei „Rock in Rott“ auch allesamt auf der Bühne vorstellten.

Da es auch für „Rock in Rott“ heißt: „Nach dem Festival ist vor dem Festival“, geht der Blick nun nach vorne. Am 3. April 2020 wird es im (bis dahin runderneuerten) Saal Hütten wieder eine Art „Warm-up“ geben, für das die sagenhaften Jungs von Help! dann noch einmal nach Rott kommen. Die dritte Auflage von „Rock in Rott“ – Termin vormerken! – gibt es dann am 21. und 22. August 2020 am Mathworks-Sportpark. Die Gespräche mit starken Tribute-Bands laufen bereits, eines kann Andreas Schindler aber schon jetzt versprechen: „Es wird auf jeden Fall Musik von Queen und viel Gutes aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren zu hören sein!“

(hes)
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