Spitzenvolleyball mit Powervolleys und VC Greenyard in Roetgen

Zum Jubiläum 125 Jahre TV Roetgen : Spitzenvolleyballer aus Düren und Maaseik spielen exzellentes Match

Vergangenen Sonntag fand in Roetgen ein ganz besonderes Volleyballspiel statt. Zum Jubiläum seines 125-jährigen Bestehens hatte der TV Roetgen die zwei besten Herrenmannschaften aus der Euregio Maas-Rhein eingeladen.

Aus Düren kamen die SWD Powervolleys, die seit vielen Jahren einen festen Platz in der 1. Bundesliga haben. Für die kommende Saison ist es ihnen gelungen, wieder einen alten Bekannten, einen der besten Liberos weltweit, den Kanadier Blair Bann, zurück zu gewinnen. Und zur Überraschung des Gastgebers kamen sie alle, der komplette Kader aller zwölf Spieler.

Als Gegner konnte der aktuelle Belgische Meister aus Maaseik gewonnen werden, der VC Greenyard, eine Mannschaft, die sich auch regelmäßig in der europäischen Champions League tummelt. Dementsprechend ist die Mannschaft auch gespickt mit einigen europäischen Nationalspielern, die derzeit ihre Länder bei der Europameisterschaft unterstützen. So beispielsweise Jan Zimmermann, der als Zuspieler am Montag den Sieg der Deutschen Volleyballer gegen die Österreicher möglich machte.

Für das Testspiel in Roetgen bedeutete dies allerdings, dass Trainer Ivan Janssen nur sieben Spieler zur Verfügung standen. Ergänzt durch zwei Gastspieler zeigten die Maaseiker allerdings auch mit diese Rumpfmannschaft beeindruckenden Volleyball. Stefan Falter, der Dürener Trainer, hatte alle Freiheiten, eine schlagkräftige Truppe aufs Feld zu stellen, und schickte gleich seinen erfahrensten Spieler, Ex-Nationalspieler Björn Andrae, in den Außenangriff. Mit 38 Jahren und Spielpraxis in mehr als 10 verschiedenen europäischen Top Clubs, zeigte er, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Mit 25:18 verwiesen sie die gut mithaltenen Maaseiker in ihre Schranken. Im 2. Satz stellte Maaseik die Aufstellung um und gab Düren Paroli. Es entwickelte sich ein enorm spannender Satz, der zum Ende sehr ausgeglichen in die Verlängerung ging und schließlich mit 30:28 für die nun aufgeweckten Maaseiker endete.

Doch Düren hatte noch ein paar Asse in der Hinterhand. Eric Burggräf, der Bälle gleich einer Maschine exakt zuspielen kann, Egor Bogachev auf Außen und der 2,12 Meter große Lukas Maase im Mittelblock droschen die Bälle beeindruckend ins belgische Feld und konnten den 3. Satz in nur 22 Minuten mit 25:17 für sich entscheiden.

Im 4. Satz wiederum legte Maaseik nochmal eine Schippe drauf und hielt dem Ansturm der Dürener lange stand. Denkbar knapp konnte Düren jedoch den ersten Matchball, den Satz mit 25:23 und damit das Spiel 3:1 für sich entscheiden.

Als Vorbereitungsspiel war das Spiel für die Spieler und Trainer enorm wichtig, da es ja schließlich im Herbst eines jeden Jahres gilt, ein auf vielen Positionen neu bestücktes Team zusammen zu führen. Und die knapp 200 Zuschauer auf der Tribüne bekamen an diesem sonnigen Spätsommertag ein exzellentes Match zu sehen, bei dem es sich wirklich lohnte, in der Halle gewesen zu sein.

Am 17. Oktober beginnt für die Powervolleys die neue Saison, und man wird gespannt sein, wie sich Düren schlägt. Ein Platz unter den ersten Fünf sollte mit diesem starken Team möglich sein. Maaseik empfängt gleich zu Anfang im Supercup den Vizemeister Knack Roeselare, ehe am 16. Oktober auch in Belgien für sie die Liga mit einem Heimspiel beginnt.

(lm)
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