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Vennbahnweg: Rattengift ausgelegt am Vennbahnweg

Vennbahnweg : Rattengift ausgelegt am Vennbahnweg

Vor Rattengift entlang des Vennbahnradweges in Roetgen und Raeren warnen Hundehalter in sozialen Medien. Betroffen sei vor allem der Abschnitt zwischen dem Café „Kaffeefee“ und dem Waggon.

Mutmaßungen, dass die Gemeinde Roetgen dort die Köder ausgelegt habe, widerspricht Thomas Brauweiler auf Anfrage unserer Zeitung. „Wir haben kein Gift ausgelegt“, betont der Sachbearbeiter im Ordnungsamt. „Würde die Gemeinde Roetgen tätig, würden wir selbstverständlich mit Hinweisen vor Ort über solche Köder informieren.“ Zudem sei dann das Gift gemäß den Vorschriften in Käfigen gesichert, damit es nicht von Hunden versehentlich aufgenommen werden könne.

Allerdings stellte sich im Laufe des Tages heraus, dass die Gemeinde Roetgen vor einiger Zeit die Nachbargemeinde Raeren gebeten hatte, im Bereich des Vennbahnweges, der belgischem Hoheitsgebiet ist, tätig zu werden.

„Genau so wie bei invasiven Pflanzen helfen wir unserer Nachbargemeinde auch bei der Bekämpfung von Ratten“; sagte Béatrice Peters von der Gemeindeverwaltung auf Anfrage. Zwei Mal im Jahr werde sie vorgenommen, jüngst auf Roetgener Wunsch hin auch im Bereich des Vennbahnweges.

Entsprechend der belgischen Bestimmungen sei dabei das Rattengift in Wachs eingeschlossen, um beispielsweise Hunde nicht zu gefährden.

Sollten aktuell Hunde, so wie in sozialen Medien kolportiert, in dem Bereich Gift gefressen haben, sei damit nicht belegt, dass dies durch die von den Behörden angelassene Aktion verursacht sei. Auch Privatleute könnten dort Köder ausgelegt haben, so beide Gemeinden unisono. Darüber hinaus müssten dort Hunde an der Leine geführt werden. „Niemand will, dass ein Haustier hier zu Schaden kommt“, betonte Béatrice Peters, die selbst Hundehalterin ist.

Möglicherweise werden sich die politischen Gremien der beiden Gemeinden, so ließen es zumindest die beiden Verwaltungen durchblicken, noch mit der Sache beschäftigen müssen, um zu klären, wie der Bereich möglichst frei von unerwünschten Schädlingen gehalten werden kann. Das umfasst auch die Frage, wie eine Überpopulation vermieden werden kann, in dem Verunreinigungen verhindert werden, und welche Kennzeichnungen und Hinwiese zu erfolgen haben, wenn Giftköder eingesetzt werden sollen.

(-jül-)