Kriminalitätslage in Roetgen: Verkehrsunfälle, Einbrüche und Gewalt

Unfall- und Kriminalitätsstatistik : Die wenigsten Verkehrsunfälle mit Personenschaden passieren in Roetgen

Die Kriminalitätslage in der Gemeinde Roetgen hat sich im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 minimal verschlechtert. Insgesamt gab es 2018 237 Fälle von Kriminalität. 2017 waren es noch 217 gewesen. Das berichtete Polizeidirektor Hans-Peter Sperber jetzt im Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss der Gemeinde Roetgen.

„Trotzdem ist die Kriminalitätslage in allen drei Eifelkommunen relativ gering“, sagte Sperber. Vor allem im Vergleich zur Städteregion sei die Eifel am geringsten belastet. Die Gewaltkriminalität, also Straftaten mit erheblicher Gewalteinwirkung, habe sich 2018 im Vergleich zu 2017 halbiert. „Im vergangenen Jahr hat es nur einen Raub und eine gefährliche Körperverletzung gegeben“, sagte Sperber. 2017 waren es zwei Raubfälle und zwei gefährliche Körperverletzungen.

Was in Roetgen im vergangenen Jahr allerdings gestiegen ist, sind die Fälle von Straßenkriminalität. Unter Straßenkriminalität fallen alle Vorfälle auf offener Straße. Dazu zählen beispielsweise Taschen- und Fahrraddiebstähle, Autoaufbrüche und Körperverletzungen. Im Jahr 2017 hatte es noch 52 gegeben, 2018 waren es 68 Fälle.

Die angezeigten Wohnungseinbrüche im Jahr 2018 „sind nahezu identisch mit denen von 2017“, sagte Sperber. 2017 gab es in der Gemeinde Roetgen neun Einbrüche, in 2018 waren es elf. Der Polizeidirektor verwies auch nochmal auf das Jahr 2015, wo es „in Roetgen mit 45 Einbrüchen massive Probleme gab“.

Mit Blick auf die Verkehrsunfall-Entwicklung verzeichnet die Polizei ebenfalls eine Zunahme. 2018 hatte es 212 Unfälle gegeben, 2017 waren es 191. „Etwa 80 Prozent der Verkehrsunfälle sind allerdings nur Unfälle mit leichtem Sachschaden“, erläuterte Sperber. Verkehrsunfälle mit Verletzten habe es 2017 insgesamt 19 gegeben. Im vergangenen Jahr waren es 20. Schwere Unfälle – wie etwa der auf der Hauptstraße am Dienstag – seien also selten.

„Das Risiko in Roetgen Opfer eines Verkehrsunfalls mit Personenschaden zu werden, ist das niedrigste in der Städteregion“, sagte Sperber. Das Risiko errechne sich dabei durch das Verhältnis von Unfällen mit Personenschaden in Roetgen und den Einwohnerzahlen der Gemeinde. „Und da ist die Häufigkeitszahl in Roetgen die kleinste in der gesamten Städteregion.“

(cap)