Jugendbeirat Roetgen: Europawahl für Unter-18-Jährige und mehr

Jugendbeirat Roetgen : Eine Europawahl für Unter-18-Jährige und weitere Projekte

Der Countdown läuft: Am 26. Mai wählt Europa ein neues Parlament. Der Roetgener Jugendbeirat nahm dies am vergangen Montag zum Anlass, im Bürgersaal an der Rosentalstraße eine Informationsveranstaltung zur Europawahl explizit für minderjährige Europäer zu veranstalten.

Mit einem virtuellen „Rundgang durch die Parteien“ wollten die 15 Mitglieder des einzigen Jugendbeirates in der Region den Roetgener Jugendlichen und allen Interessierten die Parteiprogramme, Spitzenkandidaten und lokalen Politiker der CDU/CSU, der SPD, der FDP, den Grünen, der Linken und der AfD vorstellen: „Ziel ist es, dass die Besucher durch kurze Präsentationen die Parteien kennenlernen. Wir wollen heute vor allem politisch informieren“, so Florian Hahnengreß vom Beirat. Neben den kurzen Wahlwerbespots der einzelnen Parteien lagen dazu Informationsmaterialien und Broschüren der Parteien und des Bundestages aus.

Getreu dem Motto des Jugendbeirates – „Roetgens Jugend hat eine Stimme“ – haben die Jugendlichen für Freitag, 17. Mai, zwischen 13 Uhr bis 18 Uhr eine U-18-Europawahl geplant, durch die sie erfahren wollen, wie diejenigen Bürger wählen würden, die es vom Gesetz her noch nicht dürfen. Christian Rohn freut sich, dass nach der U-18-Bundestagswahl jetzt eine U-18-Europawahl folgen wird: „In der Halle des TV Roetgen werden wir unsere Wahlurne aufstellen. Wir sind sehr gespannt.“

Für die nächsten Monate plant der Jugendbeirat die Gründung eines Fördervereins, die Fertigstellung der Planungen für das Projekt „#Youthunited“, das den Bau eines Sportkäfigs neben der Halle des TV Roetgen beinhaltet, und die Wiederholung des Bumperballturniers am 29. Juni, das eigentlich Ende April stattfinden sollte, allerdings aufgrund des Wetters ausfallen musste.

Auch in die erinnerungspolitische Arbeit der Gemeinde Roetgen wird sich der Jugendbeirat ab sofort einbringen. Wenn die Gemeinde Roetgen Mitte September an die militärische Niederlage des „Dritten Reiches“ und die damit verbundene Befreiung von der Herrschaft der Nationalsozialisten erinnert, wird der Jugendbeirat durch die Verlegung von Gedenk- und Stolpersteinen auch einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten. Florian Rohn stellt klar: „Die Recherchen laufen auf Hochtouren. Wir wollen den Opfern des Holocaust gedenken. Das ist unsere Aufgabe.“

(kfr)
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