Günter Schumacher spendete 100 Mal Blut in Roetgen

Urkunde zum Dank : Günter Schumacher spendete 100 Mal Lebenssaft

Es ist angerichtet. Im evangelischen Gemeindehaus in der Rosentalstraße ist wieder Blutspendetermin angesagt. Das DRK Roetgen mit dem Blutspendedienst West stehen bereit, um erste Blutspender in Empfang zu nehmen.

Die Freude überwiegt dabei besonders, denn es gilt, einen 100. Blutspender zu ehren, ihm mit einer Urkunde Dank zu sagen und für seinen großen Einsatz zu ehren, denn „Blut rettet Menschenleben“.

Die neue Blutspendebeauftragte Jutta Kiewitt und ihre Vorgängerin Inge Deutz-Ruppert (auch 2. Vorsitzende der DRK-Ortsgruppe Roetgen) sind gewappnet, freuen sich auf hoffentlich zahlreiche Spender. Gleiches gilt für Inge Tappert, die sei Jahren schon bei solchen Aktionen stets „ihren Mann steht“ und die „Eingänge“ registriert. Die Augen sind auf den Eingang gerichtet. „Da kommt er“, verkündet Jutta Kiewitt laut, denn der Spender-Jubilar, Günter Schumacher aus Roetgen, eilt mit großen Schritten zur für ihn längst vertrauten Stätte, um sich in diesem Jahr bereits zum vierten Male Blut abnehmen zu lassen.

Und gescherzt wird im Vorfeld auch: „100 Mal schon an der Nadel, aber längst nicht abhängig“, ist zu hören. So hat Schumacher nach seiner 100. Spende im Dezember 2018 fast 50 Liter Lebenssaft zum Wohle anderer Menschen gespendet, die Blut dringendst benötigen. Besonders seine Blutgruppe Null positiv ist eine nicht alltägliche. Für den Roetgener Ansporn genug, mit dem Spenden nicht aufzuhören. „Ich war noch nie krank, ich mache auf jeden Fall weiter“, sagt er.

Doch erst einmal ließ er sich von Jutta Kiewitt und Inge Deutz-Ruppert auf der Liege in Position bringen und die Urkunde aushändigen. Das Bekenntnis, dass Günter Schumacher weiterhin den Weg ins Gemeindehaus finden wird, löst bei Kiewitt und Deutz-Ruppert Zufriedenheit aus. Die Blutspendebeauftragte weiß aus Erfahrung, die Spendefreudigkeit ist ein wenig rückläufig. Leider, bedauert sie, die Kliniken zahlen den Spendewilligen Geld. „Bei uns ist das alles für lau“, ist nicht zu überhören.

Und gerade das werde hoch geschätzt, dass sich immer wieder und immer noch Menschen dazu entschließen, vor Ort beim DRK zur Ader gelassen zu werden. Es komme nicht auf die Blutgruppe an, „wir benötigen alle“, machen Inge Tappert und Jutta Kiewitt deutlich. Gerade in den Urlaubsmonaten, wenn Unfälle an der Tagesordnung sind, könne man nicht genug Blut auf Reserve haben. Kiewitt und Deutz-Ruppert erwarten an diesem Freitag 40 Damen und Herren, die spendewillig sind. Platz genug war vorhanden. Und nach der Prozedur gibt es zur Stärkung etwas Essbares in Büfettform.

(der)
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