Die U19 des JFV Roetgen/Rott sichert Platz eins im letzten Spiel

A-Jugend Sonderliga : Kreismeister nach einem Herzschlag-Finale

Am Ende war es nur ein Wimpernschlag, doch es reichte schließlich für die U19 des JFV Roetgen/Rott zur umjubelten Kreismeisterschaft. Platz eins in der Sonderliga des Fußballkreises Aachen berechtigt die A-Jugend des erst im Vorjahr gegründeten Jugendfördervereins zudem zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen in die Bezirksliga.

Es war ein echtes „Endspiel“ um die Kreismeisterschaft, das da am Samstagnachmittag bei launischstem Aprilwetter auf dem schönen Kunstrasen an der Roetgener Hauptstraße über die Bühne ging. Die Ausgangslage war klar: Ein Punkt oder sogar eine Niederlage mit weniger als vier Toren Unterschied gegen den Tabellenzweiten FV Vaalserquartier reichte den Gastgebern zum ersten Platz und damit zur Meisterschaft. Für die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga waren allerdings beide Mannschaften schon vor dem Anpfiff qualifiziert.

Als dann die Gastgeber nach 22 Minuten durch Yassin Krings in Führung gingen, sah es nach einem recht entspannten Nachmittag und frühen Partybeginn für Trainer Marcel Scheuver und seine Jungs aus. Da hatten die Gäste von der holländischen Grenze und ihr „Supertalent“ Kolja Wellmer allerdings etwas dagegen.

Sage und schreibe fünf Mal in Folge – zweimal vor, dreimal nach dem Wechsel – traf der Toptorjäger der U19-Sonderliga bereits bis zur 76. Minute ins Schwarze, erzielte damit seine Saisontreffer 28 bis 32 und schraubte das Ergebnis auf 1:5 aus JFV-Sicht. Ein weiteres Tor zum 1:6 hätte den direkten Vergleich zugunsten der Gäste verändert, denn im Hinspiel hatte Roetgen/Rott mit 7:3 an der Alten Vaalser Straße triumphiert. Doch statt des sechsten Treffers für den FVV markierte der eingewechselte Jonathan Metz in der 87. Minute das trotz des Spielstandes umjubelte 2:5 und machte damit alles klar. Der Rest war Party ...

„Wir sind natürlich stolz auf unsere Mannschaft, dass wir gleich im ersten Jahr der JFV-Gründung einen so tollen Erfolg feiern durften“, meinte ein erleichterter Trainer Marcel Scheuver nach dem Abpfiff. Zu Ende ist die Saison für ihn und den ältesten Fußballnachwuchs des JFV aber noch lange nicht. „Die meisten Spieler der U19-Mannschaft werden in der kommenden Saison in den Senioren-Bereich aufrücken und für den FC Roetgen bzw. den SV Rott spielen. Es bleiben vier Spieler des jüngeren Jahrgangs (2001) in der A-Jugend und werden mit der U19 der kommenden Saison an der Qualifikation zur Bezirksliga teilnehmen“, so Trainer Scheuver.

Die Bezirksliga-Qualifikation erreicht hat indes auch die B-Jugend des JFV Roetgen/Rott mit dem zweiten Platz in der U17-Sonderliga. Zudem hat die Mannschaft das Kreispokalfinale am Samstag, 18. Mai, erreicht, das der JFV an diesem Tag auf dem Sportplatz in Rott ausrichtet.

Gegner um 14.30 Uhr ist der SV Alemannia Mariadorf, der im Viertelfinale den verlustpunktfreien Kreismeister Verlautenheide (21 Spiele – 21 Siege) in einem unfassbaren Spiel mit 11:10 nach Elfmeterschießen ausschaltete. Die Roetgener waren über ein 8:0 im Viertelfinale gegen den Lokalkontrahenten SV Nordeifel und ein 2:0 bei BW Aachen ins Finale eingezogen.

(hes)
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