Handball: Roetgen punktet in eigener Halle

Handball : Roetgen punktet in eigener Halle

Hochmotiviert kamen die Oberliga-Frauen des TV Roetgen am Samstag aus der Kabine. Das Ziel war klar: Zwei Punkte gegen den SSV Nümbrecht holen. Die Voraussetzungen dafür schienen gut.

Die Halle war voll. Etwa 250 Zuschauer warteten gespannt auf die Heimspielpremiere der Frauen. Einige von ihnen hatten vorher schon gesehen, wie die Zweitvertretung der Handballfrauen gegen die erste Mannschaft aus Brand mit 19:15 gewonnen hatte. Die Weichen standen also an diesem Handballsamstag auf Sieg.

Nach der Niederlage im Saisonauftakt gegen den 1. FC Köln hatte sich die Erste noch mal intensiv vorbereitet und vor allem von Beginn an mit mehr Druck und Sicherheit im Angriff gespielt. Die Abwehr stand auch im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich besser, so dass man nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem 9:9-Unentschieden in die Halbzeit gehen konnte.

Knapp ging das Spiel auch weiter und wurde nach und nach immer härter und emotionaler. Mithilfe der Unterstützung der TV-Fans und einer überragenden Isabel Leblancc im Tor konnten die Frauen sich durch ein Tor von Lisa Cosler in der 48. Minute das erste Mal mit drei Toren absetzen.

In der letzten Viertelstunde gelangen den Gästen aus Nümbrecht nur zwei Treffer, so dass man nach 60 Minuten mit einem 22:15 den ersten Heimsieg feiern konnte. Auch Trainer Eric Ortmann war zufrieden: „Wir haben aus einer stabilen Abwehr, mit sehr gutem Rückhalt durch Isabelle Leblanc, verdient gewonnen. Das einzige Manko ist die Chancenauswertung. Daran werden wir noch weiter arbeiten“, so der Frauencoach.

Im Anschluss stand für die Männer das erste Spiel der Saison in der Kreisklasse an. Das Projekt „restart“, wie es beim TV genannt wird. Zu Gast war die Zweitvertretung von Borussia Brand. Einen direkten Unterschied konnten die Zuschauer schon beim Auftreten der Mannschaft merken.

Im Gegensatz zur vergangenen Saison hat man hier den Willen und die Motivation erkannt. Alle zwölf Spieler und das Trainergespann Wolfgang Hipp und Fabian Günther wollen diese Saison zeigen, was sie können. Attraktiven Handball mit einem schnellen, kontrollierten Spiel nach vorne und einer Abwehr, die frühzeitig und ballorientiert arbeitet.

Das Konzept ging auf. Schon zu Beginn der Partie konnte man sich mit drei Toren absetzen und die Führung bis zur Halbzeit auf ein 13:9 ausbauen. In Hälfte Zwei kamen die Brander besser aus der Kabine und konnten binnen acht Minuten den Vorsprung zum 14:14 ausgleichen. Von nun an ging es Kopf an Kopf weiter Richtung Ende.

Die kochende Stimmung in der Halle und das knappe Ergebnis provozierte immer mehr Fehler im Angriff. Im Tor stand aber mit Jan Portmann eine Wand für den Tag. Mit mehreren Paraden sicherte er den Anschluss und so konnten die Herren sich am Ende mit einem 23:22 den Siegesfeiern der Frauen anschließen.

Die erste Frauenmannschaft muss am kommenden Wochenende beim PSV Köln antreten, die Zweite in Birkesdorf. Die Männer spielen erst am 6. Oktober wieder gegen Eschweiler II in der TV-Halle.

(lm)
Mehr von Aachener Nachrichten