Regionale Themen bei IHK-Herbsttagung in Monschau

Herbsttagung der IHK : Thema Olympia in Monschau

Die künftigen Herausforderungen für die regionale Wirtschaft standen im Mittelpunkt der jüngsten Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen. Rund 70 Unternehmer fanden sich zu ihrer Herbstsitzung in Monschau in der Markthalle ein.

Die Wahl des Veranstaltungsortes inmitten der historischen Altstadt dürfte nicht zufälliger Natur gewesen sein, ist doch der Monschauer Unternehmer Wolfgang Mainz seit Beginn des Jahres neuer Präsident der IHK. Die Gäste aus dem gesamten Kammerbezirk wurden von Bürgermeisterin Margareta Ritter in der herbstlich-freundlichen historischen Altstadt begrüßt. Sie nutzte die Gelegenheit, Monschau in einem Kurzporträt vorzustellen, verbunden mit dem Wunsch, dass der ländliche Raum gemeinsam mit der IHK eine Strategie entwickele, um dem steigenden Bedarf nach Gewerbeflächen gerecht werden zu können.

Bedeutende regionale Themen, wie Braunkohle und Digitalisierung standen auf der Tagesordnung, aber in Monschau war auch die Olympiabewerbung der Region Rhein-Ruhr für das Jahr 2032 ein zentrales Thema. Der Aachener Sportmanager Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH, warb in einem faktenreichen Referat für diese Idee, die durch die IHK eine ideelle Unterstützung erfahren soll. Mronz, der mit Leidenschaft die Konzeption darlegte, versicherte, dass die Olympiabewerbung Rhein-Ruhr von Ministerpräsident Armin Laschet und 14 Kommunen in NRW unterstützt werde. Die Vergabe des Austragungsortes 2032 erfolgt im Jahr 2025. Bis 2021 muss der Deutsche Olympische Sportbund über eine mögliche deutsche Bewerbung für die Sommerspiele entscheiden. Mronz sagte, dass die Bewerbung vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit erfolgen solle und bereits 80 Prozent der Sportstätten vorhanden seien, beispielsweise das Reitstadion in Aachen oder der Hockeypark in Mönchengladbach. Für die in der IHK zusammengeschlossenen Unternehmer, das zeigt die bisherige Diskussion, ist dabei die Frage entscheidend, welche wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Region zu erwarten sind.

Weiterhin diskutierte die Vollversammlung ihr im Mai verabschiedetes Legislaturprogramm, wobei hier die Arbeit der Kohlekommission von besonderem Interesse war. Dieses Gremium soll den politischen Weg für einen Ausstieg aus der Kohleverstromung öffnen und ein Konzept für den Strukturwandel vorlegen. Mit drei Braunkohletagebauen und einem Kraftwerk liegt ein beachtlicher Teil des Rheinischen Braunkohlereviers im IHK-Bezirk. Das Engagement der IHK zielt vor allem darauf ab, dass Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der Region im Rahmen der derzeitigen energiepolitischen Diskussion berücksichtigt werden. (P. St.)

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