Nordeifel: Reflektoren entlang der Hahner Straße: Schutz vor dem Wild

Nordeifel: Reflektoren entlang der Hahner Straße: Schutz vor dem Wild

Die Hegeringe Roetgen und Simmerath haben in der vergangenen Woche längs der Hahner Straße von Mulartshütte bis Lammersdorf Waldsiedlung Wildwarnreflektoren angebracht. Grund für diese Maßnahme sind die vielen Wildunfälle auf dieser kurvenreichen Straße, die mitten durch den Wald führt.

Eine Statistik des Deutschen Jagdschutzverbandes weist für 2011 insgesamt 205 355 registrierte Wildunfälle allein mit Rehwild aus. Dabei kann man noch von einer Dunkelziffer mindestens in der gleichen Größenordnung ausgehen. Seit langem werden die unterschiedlichsten Warnsysteme getestet.

Hierbei haben sich halbrunde, blaue Reflektoren besonders bewährt. Durch das reflektierte Scheinwerferlicht eine Bewegung simuliert. Wild sieht bekanntlich nicht besonders scharf, dafür reagiert es aber äußerst empfindlich auf jede Art von Bewegung. Hinzu kommt, dass das blaue Licht in der Natur praktisch nicht vorkommt und so dem Wild eine besondere Gefahr signalisiert.

Aus insgesamt circa 400 Revieren mit über 1100 Straßenkilometern liegen jetzt Erfahrungsberichte vor, nach denen im Vergleichszeitraum die Zahl der Rehwildunfälle von 3263 auf 883 zurückgegangen ist. Die Jäger der beiden Hegeringe Roetgen und Simmerath erhoffen sich durch diese Maßnahme eine vergleichbare Reduzierung der Wildunfälle auch auf der Hahner Straße. Unterstützt wurden sie bei der Aktion von den Gemeinden Roetgen und Simmerath sowie vom Landesbetrieb Straßen NRW, wofür sie sich herzlich bedanken.

Ein weiterer Dank gilt der Fahrschule Langohr in Roetgen, wo eine entsprechende Einführungsveranstaltung stattfand.