Simmerath: Rebecca Abel lässt die Konkurrenz aus NRW hinter sich

Simmerath: Rebecca Abel lässt die Konkurrenz aus NRW hinter sich

Bei den NRW-Mehrkampfmeisterschaften in Bergisch- Gladbach verteidigte Rebecca Abel (Hansa Simmerath) ihren Meistertitel im Deutschen Achtkampf in der Altersklasse 20 Jahre und älter und qualifizierte sich mit 93,92 Punkten für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Einbeck.

Mit einem gelungenen Tsukahara am Sprung — wobei der Name in der Tat so schwierig auszusprechen ist, wie der Sprung zu turnen — eröffnete Rebecca ihren Achtkampf. Weiter ging es mit einer gewohnt sauber ausgeführten Stufenbarren-Übung mit Riesenfelgumschwung, die von den Kampfrichterinnen mit der Tageshöchstwertung von 12,35 Punkten belohnt wurde. Auch am nur zehn Zentimeter breiten „Zitterbalken“ behielt Rebecca die Nerven und präsentierte eine mit Höchstschwierigkeiten gespickte nahezu wackelfreie Kürübung.

Schrauben, Salti, Flick-Flacks und Co. gab es anschließend auf der neuen Akro-Bodenfläche im Bundesstützpunkt zu bewundern. Während bei den „normalen“ Turnwettkämpfen an dieser Stelle der Wettkampf beendet wäre, ist beim Mehrkampf erst Halbzeit, die man zum Stärken und Umziehen nutzt.

Nach vier Disziplinen Turnen lag Rebecca bei 13 Starterinnen auf Platz 2, konnte sich jedoch noch lange nicht „in Sicherheit wägen“, denn die nächsten vier leichtathletischen Disziplinen folgten im Stadion. Aufgrund des guten Wetters lud die Weitsprunggrube zu neuen persönlichen Bestleistungen (4,65 m) ein. 36,29 Meter weit beförderte Rebecca anschließend den Schleuderball mit der richtigen Dreh-Technik innerhalb der gültigen Zone in den blauen Himmel.

Mehr auf Technik als auf Kraft kam es beim Kugelstoßen (vier Kilogramm) an: 9,52 Meter brachten ihr 9,52 Punkte ein und nur einer Turnerin gelang es, diese Weite zu überbieten. Bei der achten und damit letzten Disziplin galt es jetzt noch einmal, alles zu geben: Für den 100 Meter Sprint in 14,27 Sek. wurden bei Rebecca laut Umrechnungstabelle 10,401 Punkte verbucht und komplettierten ihre Erfolgsserie, für die sie mit der Goldmedaille des Rheinischen Turnerbundes ausgezeichnet wurde.

Als bisher einzige weibliche Mehrkämpferin im Turngau Aachen freute sich Rebecca besonders, mit ihrer Vereinskameradin Pia Falter eine Mitstreiterin und Trainingspartnerin gefunden zu haben. Pia schnupperte zum ersten Mal Mehrkampf-Luft und startete in der Altersklasse 16/17 Jahre mit insgesamt zwölf Teilnehmerinnen im Deutschen Sechskampf. Während sie bei Sprung und Boden gut durch ihre Übungen kam, musste sie am Stufenbarren ordentlich Federn lassen.

Beim Weitsprung bereitete ihr der Anlauf Schwierigkeiten, während sie beim Kugelstoßen und im 100-Meter-Lauf wieder ordentlich punkten konnte und auf einem respektablen 11. Platz landete. Auch Pia ist nun vom Mehrkampf-Virus infiziert und wird sicherlich im nächsten Jahr wieder mit dabei sein.

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