Raspo Brand zu gast in Eicherscheid, FC 13 gastiert in Kückhoven

Fußball-Bezirksliga : Germania erwartet „geladenen Gegner“

In Kückhoven brennt der Baum. Der nächste Gastgeber des FC Roetgen hat zur Winterpause ordentlich investiert und zwischenzeitlich auch den Anschluss an die mitgefährdeten Mannschaft wieder hergestellt. Doch nach zwei sieglosen Spielen in Folge ist die Alarmstufe bei den Germanen auf „dunkelrot“ geschaltet.

FC-Trainer Philipp Dunkel sagt vor diesem Hintergrund, „wir können uns dort nicht zurück lehnen“. Das kann auch Germania Eicherscheid nicht. Denn Raspo Brand will in Eicherscheid seine letzte Chance nutzen, an Tabellenführer Kohlscheid dran zu bleiben. Das wird nur gelingen, wenn Dirk Braunleder seinem Germania-Kollegen Marco Kraß ein Schnippchen schlägt.

Der jüngste Sieg des FC 1913 Roetgen klingt wie ein Signal. Zum Aufbruch einer finalen Erfolgsphase. Der Sieg über Columbia Donnerberg hat allen gut getan. Hat gezeigt, wir können es noch. Und das soll sich übertragen. Fürs Restprogramm. Philipp Dunkel, Trainer des FC, hat „ein gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen“. Die Mannschaft wollte die Durststrecke beenden – dieser Wille hat sie zu den drei Punkten geführt. Erleichtert war Trainer Dunkel auch deshalb, weil „die Jungs, die da waren, ihre Sache gut gemacht haben“. Denn man kann die personellen Probleme beim Tabellensechsten nicht einfach übergehen. Auch wenn der Coach das möglichst sekundär behandelt wissen will. Immer wieder musste die Mannschaft in den vergangenen Wochen umgestellt werden.

Der Trainer lobt das Kollektiv, zückt dabei aber auch noch ein Extra-Fleißkärtchen. Henry Düppengießer, einer aus der jungen Garde, fiel auf. Nicht nur als ständig genannter Torschütze, der nunmehr auf vier Treffer kommt. Auch als umsichtiger Mitspieler ist er zur Stütze geworden.

Ein weiteres Lob erhält vor dem schwierigen Auswärtsspiel in Kückhoven Tobias Kuca. Der Torwart vertrat den verletzten Marc Hilgers und rettete gegen Donnerberg mehrfach den Sieg mit tollen Paraden. „Ich glaube, wenn er in der Schlussphase nicht so stark gehalten hätte, wären uns noch zwei Punkte flöten gegangen“, gab Philipp Dunkel dem Torwart eine besonders gute Note.

Man muss es vermuten. Das Brander Ensemble wird „geladen“ in Eicherscheid aufkreuzen. Das erklärt sich schon allein daraus, dass die von Trainer Dirk Braunleder trainierten Tabellenzweiten offenbar nur noch eine zehnprozentige Chance haben, die lange gehaltene Tabellenführung zurückzuerobern. Durch die Niederlagen in Vaalserquartier und gegen Haaren ist man vom ersten Rang gestürzt und muss in den letzten drei Spieltagen fünf Punkte gutmachen.

Eigentlich ist das kaum noch realisierbar. Denn Germania Eicherscheid hat ja noch etwas zu korrigieren. Am liebsten würde sich Trainer Marco Kraß gar nicht mehr an den 18. November erinnern wollen. Da setzte es eine 0:5-Packung in Brand. Es war das einzige Mal in dieser Spielzeit, wo die Eicherscheider so richtig abschmierten. Den 0:2-Pausenrückstand konnte man noch einigermaßen verschmerzen, doch dann kam es knüppeldick für die Gäste.

Wie hoch sind die Rachegelüste bei Marco Kraß und Kollegen? Marco Kraß verbindet die Antwort mit einem süffisanten Schmunzeln: „Ich glaube nicht, dass ich mein Aufgebot noch großartig motivieren muss!“ Er sagt aber auch, „Brand hat seinerzeit verdient gewonnen, da gibt es überhaupt nichts dran zu deuteln“.

Mit Rückblick auf das 2:2 gegen Dremmen bemerkt der Trainer: „Da waren vielleicht einige mit unserem Ergebnis nicht einverstanden“. Er möchte das relativieren. „Dremmen hat oft überhart gespielt. Meine Mannschaft hat ein Kompliment verdient, dass sie das fair weggesteckt hat“.

(mali)
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