Monschau: Qualitätsoffensive für Monschauer Weihnachtsmarkt: Erste Erfolge

Monschau : Qualitätsoffensive für Monschauer Weihnachtsmarkt: Erste Erfolge

Noch 271 Mal schlafen — dann ist Weihnachten. Und nur noch 247 Tage sind es, bis der Monschauer Weihnachtsmarkt wieder seine Schläge öffnet. Denn auch 2018 wird das beliebte Vorweihnachtsereignis schon eine Woche vor dem ersten Adventswochenende und damit an insgesamt fünf Wochenenden öffnen, wie der Monschauer Wirtschaftsausschuss nun empfahl und der Stadtrat anschließend beschloss.

Dabei beschloss man diese Regelung zunächst nur für 2018 und will das Thema nächstes Jahr erneut aufgreifen. SPD und FDP votierten gegen diese Vorgehensweise, weil man den Schutz der Anwohner höher bewerte, so Gregor Mathar für die Sozialdemokraten und Altstadtbewohner Wolfgang Weber.

Handwerk und Verkauf verdoppelt

Die erneute Verlängerung des Weihnachtsmarktes „ist ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätsoffensive 2017 bis 2019“, wie die Leiterin der Monschau-Touristik, Barbara Frohnhoff, nun im Fachausschuss berichtete. Die Offensive hatte man nach dem Weihnachtsmarkt 2016 angestoßen, da sich die Kritik der Besucher am Erscheinungsbild des Marktes mit überquellenden Müllbehältern und der Dominanz der Verzehrbuden gehäuft und die Stadt Monschau als Veranstalter auf eine neue Konzeption gedrängt hatte. Man könne sich nicht mehr allein auf das idyllische Ambiente in der historischen Altstadt als Anziehungspunkt verlassen, hieß es.

Tatsächlich hätten die ersten Maßnahmen dem Markt nach 40 Jahren seines Bestehens einen neuen Schub gegeben, zog Frohnhoff eine erste positive Bilanz und nannte Zahlen. Von 31 auf 44 Stände wurde das Angebot erhöht, im wesentlichen, weil die Zahl der Handwerks- und Verkaufsbuden ohne Speisen und Getränke von elf auf 22 verdoppelt wurde.

„Bedenkt man, dass im neuen Handwerkermarkt im Aukloster zwölf weitere Handwerksstände hinzugekommen sind, wurde diese Zahl sogar verdreifacht“, so die Mon-Touristik-Sprecherin. Erfreulich auch: Die Zahl der Monschauer Betriebe als Standbetreiber wurde von 15 auf 19 gesteigert.

Auch das Thema Müll spielte eine tragende Rolle bei der gefühlten Qualitätsverbesserung des Weihnachtsmarktes, was sich nicht nur an den Kosten ablesen lässt. Denn immerhin ließ man sich die Marktreinigung abends und die neu eingeführte Nachmittagsreinigung zusammen mit der Müllentsorgung diesmal 8355,77 Euro — mehr als 1500 Euro mehr als in den Jahren davor — kosten.

Die sichtbarste Attraktivierung jedoch, so stellte Barbara Frohnhoff fest, waren die 25 Lichttuche, die überall im Weihnachtsmarktbereich und auf den Zugängen über die Straßen gespannt wurden. „Die Tuche haben nicht nur mehr Atmosphäre geschaffen, sondern auch mehr Sicherheit“, so die Leiterin. Es ist daher geplant, weitere Tuche anzuschaffen. In der Liste der Verbesserungen zählte Frohnhoff auch den Zugewinn neuer öffentlicher (Gerberplatz) und privater Flächen (u.a. Laufenstraße), ein attraktives Rahmenprogramm sowie neue Standorte für Weihnachtsbäume und ihre professionelle Dekorierung auf.

Natürlich gebe es bei aller Qualitätssteigerung auch weiterhin viel zu tun, kündigte Barbara Frohnhoff an. So sei der Fußweg vom Burgau und von der Laufenstraße bis zum Weihnachtsmarkt stellenweise noch dunkel und trist. Die kleinen Bäumchen zwischen den Buden verbreiteten schon allein deshalb wenig Weihnachtsstimmung, weil die angebrachte Dekoration schneller von kleptomanischen Besuchern mitgenommen wurde „als wir nachdekorieren konnten“, so Barbara Frohnhoff.

Weitere Ansatzpunkte für Verbesserungen sind hässliche Banner und Budenrückansichten, grelle Scheinwerfer oder auch ungestrichene Buden und sichtbare Stromkästen. „Und für die Preisbeschilderung wäre eine einheitliche Regelung erstrebenswert“, kündigte die Touristikerin an.

(hes)
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