Theaterstück des TuS Schmidt: Publikum amüsiert sich bei „Aasgeier über Schmidt“ köstlich

Theaterstück des TuS Schmidt : Publikum amüsiert sich bei „Aasgeier über Schmidt“ köstlich

Wie die Schmidter sich zur Wehr setzen, wenn sie ihre dörfliche Idylle und den Zusammenhalt gefährdet sehen, das kann man zurzeit auf der Theaterbühne erleben: Die Theater-AG des TuS Schmidt hat den Dreiakter „Aasgeier über Wintersheim“ von Bernd Kietzke in Schmidt angesiedelt.

Sie nennt die Komödie nun „Aasgeier über Schmidt“ und lässt im Saal des Schützenhofs munter und reichlich lokalkoloriert den Geier kreisen und die Leute in Aufruhr geraten.

Zum Inhalt: Im Weinort Schmidt wurde bei Grabungen ein seltenes Mineral entdeckt. Spekulanten wittern das große Geld, und die Dorfbevölkerung gerät in Angst und Schrecken, weil sie befürchtet, dass die Tage des harmonischen Lebens in ihrem Heimatort gezählt sind. Die neun agierenden Personen wurden trefflich besetzt, sie beherrschen den Text, die witzigen Dialoge und die Situationskomik.

Das wurde bei den ersten beiden Aufführungen am Wochenende deutlich. Ein Pfarrer, der dem Wein sehr zugetan ist und auf dem Friedhof mit ausgebreiteten Armen „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“ ruft, eine Lehrerin, die den mahnenden Zeigefinger erhebt, eine glückliche Witwe, die auf (Männer)Raub aus ist – diese und noch mehr originelle Typen werden aufgeboten, und das Publikum darf sich knapp drei Stunden lang köstlich amüsieren.

Jeder Schauspieler meistert seinen Part gekonnt und gelassen, sodass sie sich kleine Seitensprünge erlauben können; sicher steht nicht im Originaltext: „Wir sind hier tolerant, hier dürfen sogar Leute aus Nideggen durchfahren!“ Wie der Herr A.A.S. Geier mit Vornamen heißt, das sorgt für Lachsalven, und die wenig trauernde Witwe fordert die Frauen auf: „Immer schön fettig kochen“ – damit sie ihre Männer bald loswerden.

Ein richtiger Fiesling im feinen Anzug ist der Herr A.A.S. Geier, er hält sich für den Schlauesten und die Dorfbewohner für Deppen. Doch es kommt ganz anders… Mehr soll nicht verraten werden, denn die Theaterfreunde können auch am kommenden Wochenende noch in den Genuss des Stückes kommen: am Freitag, 12. April, um 20 Uhr, ebenfalls am Samstag um 20 Uhr und am Sonntag um 18 Uhr im Saal Schützenhof.

Es gibt noch Karten im Vorverkauf zum Preis von 6 Euro bei „TV Sat Rolf Wergen“, Kommerscheidter Straße Nr. 6 in Schmidt, Telefon. 02474/200; wenige Restkarten liegen jeweils an der Abendkasse im Schützenhof bereit.

Mehr von Aachener Nachrichten