Simmerath: Prinzenproklamation mit Kasalla: Für Gina geht ein Traum in Erfüllung

Simmerath : Prinzenproklamation mit Kasalla: Für Gina geht ein Traum in Erfüllung

Aller guten Dinge sind drei, mag man sich bei der KG Sonnenfunken gedacht haben, als es vor einigen Monaten endlich gelang, die derzeit wohl beliebteste Kölsche Band nach Simmerath zu holen: Kasalla wird am Samstag, 18. November, im Rahmen der Prinzenproklamation die Bühne der Sonnenfunken in Brand setzen.

In allererster Reihe wird dann Gina Gerards stehen, für die mit diesem Auftritt ein absoluter Traum in Erfüllung geht: Die 23-Jährige aus Simmerath ist der wohl innigste Kasalla-Fan außerhalb von Kölle und folgt der Band beinahe jede Woche zu ihren Konzerten in Nah und Fern.

„Das ist natürlich der absolute Hammer, die Jungs nun einmal hier live zu sehen, in meinem Heimatort und bei der KG Sonnenfunken, wo ich aktiv bin, solange ich denken kann“, sagt die sympathische junge Frau voller Vorfreude. Noch gut erinnert sich Gina an jenen Moment vor gut fünf Jahren, als sie aus den Lautsprechern im Simmerather Saal zum ersten Mal „Immer noch do“, eine sehr schöne Ballade der sonst so rockigen Jungs von Kasalla wahrnahm.

Nicht nur Fan von „Pirate“

Ihr erster Hit „Pirate“ war damals schon in aller Munde, doch Gina war auch „geflasht“ von der anderen, der ruhigen Seite der Band. „Ich habe mir dann auch gleich die erste CD von Kasalla gekauft“, erinnert sich die junge Frau. Ein Jahr später sah Gina Gerards Kasalla dann zum ersten Mal live: „Ein Freundin fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr zum Höhner-Konzert nach Gemünd zu fahren. Als Vorgruppe spiele da Kasalla“, erzählt Gina, die bekennenderweise kein Höhner-Fan ist, wegen der Vorgruppe aber dann doch mitfuhr. „Tja und damit war’s um mich geschehen“, bekennt die 23-Jährige lachend.

Immer häufiger hielt Gina Gerads nun Ausschau nach Konzerten in der Nähe oder auch in Köln und lernte 2014 bei einem Konzert im Kölner Gloria zwei Mädels kennen, mit denen sie die Leidenschaft für Kasalla teilte und fortan immer häufiger zu Konzerten fuhr.

„Der richtige Hype hat sich bei mir aber erst in den letzten zwei Jahren eingestellt; da fahre ich praktisch wöchentlich zu irgendeinem Konzert der Jungs“, schätzt Gina, 2016 und 2017 insgesamt 100 Kasalla-Konzerte erlebt zu haben. „Es ist einfach immer wieder und immer wieder ein Erlebnis zu sehen, mit welcher Begeisterung die Jungs auch beim 15. Konzert an einem Abend auf die Bühne gehen. Ihre Energie und Freude an der Musik ist einfach ansteckend“, sagt die Simmeratherin.

Mit viel Gefühl

Gina schätzt besonders die Texte der Lieder von Kasalla, hinter denen immer eine Geschichte stehen würde. Die meisten Texte kommen übrigens aus der Feder von Flo(rian) Peil, dem musikalischen Kopf von Kasalla, der ganz aus der Nähe stammt und in Hürtgenwald-Straß aufgewachsen ist. Auch Ginas Lieblingslied von Kasalla, das weniger bekannte „Dr Jung met dr Jittar“ über einen Straßenmusiker, hat Gitarrist Flo geschrieben und wird von Basti (Gesang), Ena (Keyboard/Akkordeon), Nils (Schlagzeug) und Sebi (Bass) mit viel Gefühl gespielt.

Ehe Gina Gerards Kasalla am 18. November in Simmerath (Tickets: s. Box) erleben wird, ist sie noch zweimal live dabei, am 9. November in Köln-Porz und am Elften im Elften auf dem Kölner Heumarkt. Und dann fiebert sie dem 18. November entgegen, auch wenn es möglicherweise schon der 19. November sein wird, ehe Kasalla die Bühne entern. Das aber hätte den Vorteil, dass Flo Peil dann schon Geburtstag hätte und die Simmerather ihm ein sicherlich vielstimmiges Ständchen werden singen können.

(hes)
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