Premiere: Filmwerkstatt Eifel zeigt „Das Lied der Geige“ erstmals vor Publikum

Premiere in Rott : Filmwerkstatt zeigt erstmals „Das Lied der Geige“

Des neueste Kurzfilms der Eifeler Filmfreunde hatte Premiere im Rotter Jugendhaus. Sänger und Komparsen stammen aus der Gemeinde Roetgen.

Der neuste Film der Filmwerkstatt Eifel feierte am vergangen Samstag Premiere im Rotter Jugendhaus. „Das Lied der Geige“, ein 21 Minuten langer Film, der nach einer Kurzgeschichte von Ursula Beckert inszeniert wurde, spielt an Heiligabend.

„Wir haben rund zwei Jahre mit sieben Darstellern und 40 Komparsen an dieser Weihnachtsgeschichte gearbeitet. Wir sind gespannt, wie das Publikum den Film finden wird“, sagte der Vorsitzende der Filmfreunde, Wolfgang Merz, vor der Vorführung.

Bevor der Film zum ersten Mal vor Publikum gezeigt wurde, spielte das Trio Eva Maria Titgemeyer, Philip Mckeever und Gertrud Schmidt eine Sonate in D-Dur. Jens Gottschalk erzählte dem großen Publikum eine Kurzgeschichte über den Heiligabend 1944 in Hürtgenwald. Dann ging es mit dem Film los.

„Das Lied der Geige“ beginnt bei Familie Bergmann, die in den letzten Vorbereitungen für das Weihnachtsfest steckt. So muss Sohn Sascha noch sein Zimmer aufräumen, damit die Großeltern dort übernachten können, die Mutter bereitet den klassischen Kartoffelsalat zu, und dem Vater stürzt der Baum in der letzten Sekunde um. Als endlich alle am Tisch sitzen und Ruhe einkehrt, hört die Familie plötzlich die Melodie „Ich bete an die Macht der Liebe“, die von einem einsamen Geiger auf der Straße gespielt wird.

Der Vorsitzende der Filmfreunde, Wolfgang Merz (6.v.l.), Schauspieler und Unterstützer des Vereins haben das neue Werk der Filmwerkstatt Eifel präsentiert. Foto: Katharina Isabel Franke

Berührende Lebensgeschichte

Die Mutter fasst sich ein Herz und lädt den obdachlos scheinenden Mann, der sich als Milorad vorstellt, ein und bittet ihn, gemeinsam mit der Familie zu essen. Milorad erzählt der Familie von seiner traurigen Lebensgeschichte, die die Familie berührt.

Gemeinsam besucht man anschließend die Christmette, bei der der neu gewonnene Familienfreund auf der Geige begeistert und die ganze Gemeinde zum Singen animiert.

Die zahlreichen Sänger im Film, die auch als Komparsen agierten, stammen allesamt aus den Kirchenchören Roetgen und Rott.

Autorin Ursula Beckert, die am Premierenabend nicht anwesend sein konnte, hatte es sich nicht nehmen lassen, ein Grußwort an die Rotter Filmfreunde zu verfassen. Sie schreibt darin: „Danke, dass sie meine Geschichte zum Leben erweckt haben.“

Am 25. November wird „Das Lied der Geige“ ab 18 Uhr im Roetgener Bürgersaal gezeigt.

(kfr)