Kalterherberg: Pfeifern ist das Flötenspiel wichtiger als das Marschieren

Kalterherberg: Pfeifern ist das Flötenspiel wichtiger als das Marschieren

Das Trommler- und Pfeiferkorps (TPK) Kalterherberg hat sich in den zurückliegenden Jahren in musikalischer Hinsicht neu ausgerichtet. Das Korps hat von Sandner- auf Piccolo- und Konzertflöten umgestellt. Unmittelbar vor dieser Umstellung haben die Spielleute auch ihr neues Zuhause im Gebäudekomplex der Grundschule eingerichtet.

Mit der Umstellung in der Instrumentenbesetzung und den neuen Probenräumen sind die Spielleute bestens für die Zukunft gerüstet. Mit den neuen Flöten ergeben sich mehr Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Instrumenten. Dank der neuen Probenräume hat die Nachwuchsarbeit, die in den letzten Jahren stagnierte, einen neuen Aufschwung erlebt.

Bei der jüngsten Generalversammlung des TPK blickte Vorsitzender Hans Jürgen Paulus nach den vielen wichtigen Veränderungen der jüngsten Vergangenheit auf eine ruhige Zeit im Korps zurück. Die Spielleute hatten nur wenige auswärtige Auftritte zu absolvieren. Die meisten Auftritte fanden im Ort statt. Die musikalische Umstellung kommt immer besser in Gang. Bei Preisvergaben in Festzügen gingen die Spielleute zuletzt leer aus. Hans-Jürgen Paulus sah darin aber keinen Rückschritt. Die musikalische Umstellung konzentriere sich im Augenblick noch mehr auf das Flötenspiel als auf das Marschieren.

Die Nachwuchsarbeit ist unter Wolfgang Litt neu aufgeblüht. Gegenwärtig kommen regelmäßig zwölf junge Leute zur Nachwuchsausbildung. Hans Jürgen Paulus rechnet für die nächste Zeit mit einem weiteren Zulauf bei der Nachwuchsförderung.

Mit seinem Geschäftsbericht legte Michael Lambertz wieder eine eingehende Chronik des letzten Jahres vor. In akribischer Fleißarbeit hatte er alle Ereignisse zusammengetragen. Auswärts nahmen die Spielleute an Verbandsfesten in Simmerath und Eicherscheid und an den Jungenspielen in Würselen teil. Daneben gab es noch kleinere Auftritte in der Fremde und eine durchgehende Beteiligung an allen Dorffesten. Alle internen Veranstaltungen der Spielleute finden sich ebenfalls im Geschäftsbericht.

Kassiererin Nadine Hanf legte der Versammlung ihren ersten Kassenbericht vor. Im Vorjahr hatte sie diese Aufgabe von Nicole Rausch übernommen. Hohe einmalige Ausgaben, die noch mit den Veränderungen der letzten Jahre zusammenhingen, ergaben ein leichtes Minus. Dafür waren aber ausreichend Rücklagen vorhanden. Es bleibt noch ausreichend Polster für weitere Sonderausgaben in den nächsten Jahren. Kassenprüfer Peter Nordt bescheinigte der neuen Kassiererin eine gute Arbeit.

Nach der Entlastung des Vorstandes folgten einige Ergänzungswahlen zum Vorstand. Den stellvertretenden Vorsitzenden Erik Slysmanns bestätigten die Spielleute im Amt. Auch Geschäftsführer Michael Lambertz bleibt im Amt. Beisitzer der Ehrenmitglieder bleibt Walter Lambertz. Im Förderverein wird das Korps von Marco Heusch und Bastian Thoma vertreten.

Gegen Ende der Versammlung unterzog Uli Kreutz die Probenbeteiligung wieder einer kritischen Würdigung. Mit dem Besuch der Proben sei er zufrieden. Gegenüber dem Vorjahr ist eine leichte Verbesserung zu erkennen. Auch die Teilnahme an den Veranstaltungen des Korps zeigt eine erfreuliche Entwicklung. Die entstandenen Fehlzeiten sind meist nicht mangelndem Interesse geschuldet, oft sind es berufliche Gründe.

(fm)
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