Monschau: Parteien stärken Margareta Ritter den Rücken

Monschau: Parteien stärken Margareta Ritter den Rücken

Der Besuch des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders in Monschau am letzten Februar-Wochenende ist im Monschauer Haupt- und Finanzausschuss noch einmal Thema geworden.

Der Besuch hatte bekanntlich weit über die Region hinaus hohe Wellen geschlagen, nachdem die Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter erklärt hatte, dass man auf Besucher wie Wilders in Monschau verzichten könne. Die Bürgermeisterin erntete heftigste Reaktionen bis hin zu persönlichen Bedrohungen.

Nachdem schon CDU-Stadtverbandsvorsitzender Alexander Lenders die Bürgermeisterin in ihrer Haltung öffentlich unterstützt hatte, stärkte ihr nun auch Werner Krickel (Grüne) im Hauptausschuss den Rücken. Es spreche wohl für alle Fraktionen, wenn er feststelle, dass die Bürgermeisterin mit „erfreulicher Deutlichkeit” festgestellt habe, dass Menschen, die Hass predigten, in Monschau nicht willkommen seien. Die klare Positionierung von Margareta Ritter sei nur zu begrüßen.

In einer weiteren Erklärung, die CDU-Fraktionssprecher Micha Kreitz nach der Sitzung folgen ließ, hieß es: „Ich denke, es ist selbstredend, dass wir als CDU-Fraktion geschlossen hinter unserer Bürgermeisterin stehen und sie inhaltlich unterstützen.” Als Christdemokraten müsse man „jede Form von Extremismus ablehnen”. Die Erfahrungen - nicht nur der deutschen - Geschichte hätten gezeigt, „wie gefährlich Demagogen und Populisten sind”. Verharmlosung sei hier fehl am Platze. Besonders erschrocken sei man über die persönlichen Angriffe und aggressiven Bedrohungen, denen Magga Ritter derzeit ausgesetzt sei. „Das zeigt, wes Geistes Kind die Menschen sind, die so reagieren.”

Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor Mathar bezeichnete auf Anfrage der Lokalredaktion die Reaktion der Bürgermeisterin auf den Wilders-Besuch in Monschau als „richtig und angemessen”. Es sei wichtig und erfreulich, dass Margareta Ritter so klar Position bezogen habe. Damit finde sie die volle Unterstützung auch seiner Fraktion.

Margareta Ritter wünscht sich unterdessen, dass der Wirbel sich langsam legt: „Es gab eine Flut von Reaktionen, aber es gibt auch eine Zeit nach Wilders.”

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