Simmerath: Parkzeit an der Hauptstraße soll eingeschränkt werden

Simmerath: Parkzeit an der Hauptstraße soll eingeschränkt werden

Beeindruckend ist die Beschreibung des Einkaufsortes Simmerath, mit der der Gewerbeverein für den Standort wirbt: Mehr als 100 Fachgeschäfte und Märkte mit zusammen mehr als 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche, dazu mehr als 2000 kostenlose Parkplätze, stehen zur Verfügung.

Und das soll auch so bleiben, versprach Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bei der Jahreshauptversammlung des Gewerbevereins. Dennoch wird sich bei den Parkplätzen etwas tun: Die Stellflächen an der Hauptstraße sollen breiter werden.

Der Gewerbeverein wünschte sich dazu, die Parkdauer auf zwei Stunden zu beschränken, da dies für jeden Einkauf genüge. Allerdings müssten den Mitarbeitern der Geschäfte als Dauerparker andere Möglichkeiten geboten werden.

Positiv sei die Ausweitung des Kraremannstags, der in diesem Jahr am 2. Mai stattfinden wird, bis hin ins Gewerbegebiet aufgenommen worden, berichtete der Vorsitzende des Gewerbevereins, Michael Haas. Dass die Monschauer Stadtbahn an diesem Tag im Ort kostenlos benutzt werden durfte, sei aufgrund der Preisliste in der Scheibe allerdings nicht allen Besuchern klar gewesen, „eine Panne, die für das nächste Mal abgestellt wird.”

Trotz gesunkener Umlage gebe es immer noch Betriebe, die an diesem Tag mit verstärkten Bemühungen ein Geschäft machen wollten, sich aber nicht an den Kosten beteiligten: „Schmarotzertum” nannte Michael Haas dies.

An der Weihnachtsverlosung beteiligten sich 77 Geschäfte, „ein Rekord”. Den „Nikolausmarkt habe man dagegen mangels Akzeptanz eingestellt, die Hütten nach Huppenbroich verschenkt und so zumindest Kosten für den Abbau gespart.

Pläne trotz Rekorddefizit

Ob man statt des Nikolausmarktes in diesem Jahr eine andere gemeinsame Aktion ähnlich der Shopping Night mit verlängerten Öffnungszeiten mit allen Geschäften organisieren kann, wird auf einer weiteren Versammlung beraten.

Bürgermeister Hermanns hatte als Gast hingewiesen auf die großen Investitionen, die die Gemeinde trotz eines Rekorddefizits im Haushalt in diesem Jahr vorgesehen habe mit Sanierung von Hauptschule und Rathaus, dem Bau eines Feuerwehrgerätehauses in Steckenborn, der „neuen Mitte” in Woffelsbach; auch bei der nahezu 50 Jahren alten Schwimmhalle sei Handlungsbedarf, „wir sprechen hier von Millionen.”

Dennoch habe man die Mittel für Planung und geringfügigen Grunderwerb beim Kreisverkehr der Kreuzung von In den Bremen und Humboldtstraße im Gewerbegebiet vorgesehen, damit die Baumaßnahme nach Absprache mit den auf die Zulieferung durch große Lastzüge angewiesenen Betrieben im Jahr darauf finanziert werden könne.

Beim Hotelprojekt Simmerather Investoren „kann ich noch keinen Erfolg melden.” Deshalb sei auch die Neugestaltung des Rathausplatzes zurückgestellt worden.

Für Andreas Hündgen, der vom Amt des Schriftführers zurückgetreten war, wurde Georg Schmitz als Nachfolger gewählt, der dann auch die nach 30 Jahren „renovierte”, Satzung vorstellte.

Wichtigste Änderung: Aus dem Gewerbe- und Verkehrsverein wurde der Gewerbeverein, auch wenn man wie bisher den Tourismus fördern will, unter anderem als Mitglied in der Rurseetouristik.

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