Roetgen: Ort gesucht für einen neuen Jugendtreff

Roetgen: Ort gesucht für einen neuen Jugendtreff

Rund 25 Jugendliche waren am Montag in den Bürgersaal gekommen, um das 5. Roetgener Jugendforum des Jugendbeirates abzuhalten. Florian Rohn blickte zurück auf die Erfolge der letzten Monate: die U18-Wahl im Herbst, der „Food and Talk“ im Gasthaus Marienbildchen im März, die Teilnahme am Drachenbootrennen mit dem Jugendcafé Simmerath und die Teilnahme am Maifest auf dem Marktplatz.

Stolz ist der Jugendbeirat, der aktuell zwölf Mitglieder hat, darauf, dass man dieses Jahr das zweijährige Bestehen feiern konnte.

Das Herzensprojekt des Jugendbeirates ist „#Youthunited“, das die Gemeinde unterstützt. Die Jugendlichen möchten einen Jugendtreff in Roetgen schaffen, der den Austausch untereinander anstoßen und die Gemeinschaft stärken soll. Ein Sportkäfig, eine Skaterrampe, eine Tischtennisplatte und eine Holzhütte samt Sitzgruppe sollen dazu gehören. Noch ist allerdings kein konkreter Ort gefunden worden.

Auch Kontroversen mit dem Rat

Dass Jugendbeirat und Gemeinderat manchmal verschiedene Ansichten vertreten, wurde vor Wochen deutlich, als die Jugendlichen den Regionalplan stark kritisierten. Der Plan beinhalte — laut Beirat — zu wenig Bauflächen für Neubaugebiete. „Irgendwann ist das auch unser Roetgen, dann brauchen wir einfach mehr Platz zum leben“, so Rohn.

Auch die neuen Busfahrzeiten und der Ortsbus sind Themen, die die Jugendlichen nicht aus den Augen verlieren. Eine eigene Umfrage machte deutlich: Die Taktung der Busse am Wochenende gefällt nicht, zu Fuß sei man schneller als mit dem Ortsbus, und der Wegfall der Linie 68 missfällt vor allem den Rottern, die keine direkte Verbindung mehr nach Aachen haben.

Silvia Bourceau (UWG) war gekommen, um über die Bussituation zu sprechen: „Ich verstehe die Antworten in eurer Umfrage. Das ist kein attraktiver ÖPNV.“ Die Fahrplanneuerungen bewogen den Beirat auch zu zwei Anträgen, die noch von Gemeinde und Aseag bearbeitet werden. Die Jugendlichen fordern weiterhin ein WLAN-Signal an den Bushaltestellen und dass das „ASA-Taxi“ Roetgen auch noch zur späten Stunde fährt.

Da keine Fragen offen blieben, wurde der Jugendbeirat entlastet. Einige Mitglieder mussten aufgrund ihres Studiums den Beirat verlassen, mit Lena Recker und Leo Zollinger wurde der Nachwuchs gefunden.

Nun freut man sich auf eine ge Berlinfahrt im Oktober 2018 und ein Bumperballturnier für Kinder und Jugendliche aus der Region im Spätsommer.

(kfr)